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Eine Tote und 21 Verletzte in Textilfabrik in Kambodscha

In einer Textilfabrik in Kambodscha sind mehr als 20 Näherinnen ohnmächtig geworden, eine von ihnen starb. Die 21-Jährige habe über Schwindel und Atembeschwerden geklagt, sagte der örtliche Verwaltungschef Duch Kunthea am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Phnom Penh (afp) > In einer Textilfabrik in Kambodscha sind mehr als 20 Näherinnen ohnmächtig geworden, eine von ihnen starb. Die 21-Jährige habe über Schwindel und Atembeschwerden geklagt, sagte der örtliche Verwaltungschef Duch Kunthea am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, kam aber nicht mehr zu Bewusstsein. Auch die übrigen ohnmächtig gewordenen Frauen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Die Fabrik in chinesischem Besitz in der Provinz Prey Veng im Osten des Landes wurde für vier Tage geschlossen, um die Ursache herauszufinden. Insgesamt arbeiten dort mehr als 1200 Beschäftigte, die meisten von ihnen Frauen. Die Textilindustrie mit ihren rund 700.000 Arbeitern zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Kambodschas. Berichte über massenhafte Ohnmachtsanfälle gibt es immer wieder, meist sind die schlechten Arbeitsbedingungen und gefährliche Chemikalien schuld.

Die Regierung in Phnom Penh hatte vergangenen Monat eine Anhebung des Mindestlohns ab 2016 angekündigt. Monatlich sollen Textilarbeiterinnen dann mindestens 140 Dollar (124 Euro) im Monat bekommen, zehn Prozent mehr als bislang.