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Freizeitpark Seaworld will umstrittene Orca-Show bis 2017 abschaffen

Das Freizeitpark-Unternehmen SeaWorld hat das Ende der Schwertwal-Vorführungen in seinem zweitgrößten Park angekündigt. Im kalifornischen San Diego soll die umstrittene Orca-Show ab 2017 durch eine neue Attraktion abgelöst werden, kündigte das Unternehmen an.

Los Angeles (afp) > Das Freizeitpark-Unternehmen SeaWorld hat das Ende der Schwertwal-Vorführungen in seinem zweitgrößten Park angekündigt. Im kalifornischen San Diego soll die umstrittene Orca-Show ab 2017 durch eine neue Attraktion abgelöst werden, kündigte das Unternehmen am Montag an. SeaWorld reagiert damit auf heftige Kritik und fallende Besucherzahlen in seinen elf Freizeitparks. 2013 hatte die Dokumentation „Blackfish“ auf die Folgen der Gefangenschaft für die Meeressäuger aufmerksam gemacht.

SeaWorld-Chef Joel Manby stellte am Montag eine neue Strategie vor, mit der er das Image der Freizeitparks wieder verbessern will. „Wir hören auf unsere Gäste und entwickeln uns als Unternehmen“, sagte Manby den Investoren auf der Veranstaltung. Die Orca-Show solle durch eine neue, informative Attraktion in einer natürlicheren Umgebung ersetzt werden. Das Ende der Vorführungen sei ein notwendiger Schritt gewesen, sagte Jared Goodman von der Tierschutzorganisation Peta. Aber er gehe nicht weit genug: „Das lässt sich mit der Entscheidung vergleichen, einen Hund nicht mehr zu schlagen, aber ihn nie aus seiner Hütte zu lassen.“ Orcas gelten als sehr soziale Tiere, die unter der beengten Einzelhaltung und Gefangenschaft leiden.

Vergangene Woche hatte der kalifornische Abgeordnete Adam Schiff einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der Haltung und Aufzucht von Orcas in Kalifornien angekündigt. Nach seinen Worten ist eindeutig, „dass die physischen und psychischen Schäden für diese prächtigen Tiere die Vorteile ihrer Vorführung weit übertreffen.“ Nach seinen Plänen soll die aktuelle Orca-Generation die letzte sein, die in Gefangenschaft lebt.

 

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