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Neue Generation der TCO-Zertifizierung – Reduzierung gefährlicher, unbekannter Substanzen

Der IT-Zertifizierer TCO Development hat eine neue Generation seiner Zertifizierungs-Anforderungen für Nachhaltigkeit von IT-Produkten vorgestellt. Die Revision umfasst neue Kriterien zur Reduzierung gefährlicher, nicht-halogenierter Flammschutzmittel und deren Austausch gegen sicherere Alternativen.

Stockholm (csr-news) – Der IT-Zertifizierer TCO Development hat eine neue Generation seiner Zertifizierungs-Anforderungen für Nachhaltigkeit von IT-Produkten vorgestellt. Die Revision umfasst neue Kriterien zur Reduzierung gefährlicher, nicht-halogenierter Flammschutzmittel und deren Austausch gegen sicherere Alternativen. „Heute gibt es über 40.000 chemische Substanzen auf dem Markt, deren Wirkungen auf die Umwelt und Gesundheit zum größten Teil unbekannt sind“, so Niclas Rydell, Direktor für Zertifizierung bei TCO Development. „Unser Ziel ist es, mit den neuen Kriterien die Elektronik- und Chemieindustrie zu motivieren, die von ihnen verwendeten Flammschutzmittel zu testen und Informationen zu ihren Wirkungen bereitzustellen. Aus unserer Sicht sollte die IT-Branche in diesem Bereich mehr Verantwortung übernehmen.“

„GreenScreen for Safer Chemicals“-Methode

Ziel ist es, die gefährlichsten nicht-halogenierten Substanzen durch weniger gefährliche Alternativen zu ersetzen. Bei ihrer Beurteilung stützt sich TCO auf die „GreenScreen for Safer Chemicals“-Methode, die von der US-amerikanischen Organisation Clean Production Action entwickelt wurde. Die geprüften Substanzen erhalten dabei eine Note von 1 bis 4, wobei 1 am gefährlichsten ist. Substanzen mit den Noten 2 bis 4 kommen auf die „Liste der akzeptablen Substanzen“ von TCO Development und können in zertifizierten Produkten verwendet werden.

Umgang mit den sogenannten Konfliktmineralien

Außerdem wurden die Kriterien für eine sozial verantwortliche Herstellung verschärft. Dabei wird vor allem auf die Umsetzung von Verhaltenskodizes und Maßnahmen zur  Verhinderung von Verstößen gegen Arbeiterrechte entlang der gesamten Lieferkette geachtet. Auch die Anforderungen an den Umgang mit den sogenannten Konfliktmineralien wurden verschärft. Marken müssen nun Richtlinien zu konfliktbehafteten Mineralien haben und sich mindestens an einer Initiative, die sich gegen die Anwendung von Konfliktmineralien richtet, aktiv beteiligen. Zu den ersten, nach neuem Standard, zertifizierten Produkten gehören Displays von Eizo, Dell, Lenovo, LG und Samsung.

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