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Selfie-Aktion: C&A-Mitarbeiter posten zu inspirierenden Frauen

„Inspiring Women“: Unter diesem Motto haben über 23.000 C&A-Mitarbeiter ein Selfie gepostet, von inspirierenden Frauen berichtet und so Unternehmensspenden generiert. Mehr als eine Million Euro kamen bei der in diesem Jahr erstmals gestarteten Aktion zusammen. Neben den damit unterstützten Organisationen profitierten die Mitarbeiter selbst von der Idee, die sie zu neuen Themen miteinander ins Gespräch brachte.

Düsseldorf (csr-news) – „Inspiring Women“: Unter diesem Motto haben über 23.000 C&A-Mitarbeiter ein Selfie gepostet, von inspirierenden Frauen berichtet und so Unternehmensspenden generiert. Mehr als eine Million Euro kamen bei der in diesem Jahr erstmals gestarteten Aktion zusammen. Neben den damit unterstützten Organisationen profitierten die Mitarbeiter selbst von der Idee, die sie zu neuen Themen miteinander ins Gespräch brachte.

Auf einer eigens eingerichteten Website konnten C&A-Angestellte aus 28 Geschäftseinheiten weltweit Selfies hochladen und dabei Geschichten über die Frauen erzählen, die ihr Leben besonders inspiriert haben. Für jede dieser Geschichten stellte das Unternehmen einen Spendenbetrag bereit. Sogenannte „Champions“ motivierten ihre Kolleginnen für die Teilnahme, in Fokusgruppen tauschten sich die Mitarbeiter über ihre Geschichten aus. Dabei kamen am Arbeitsplatz manche persönlichen Geschichten zur Sprache, berichtet Stephanie Klotz, Sprecherin der C&A Foundation. Denn am häufigsten gaben die Teilnehmenden ihre Mutter als die inspirierende Frau in ihrem Leben an.

Die Zukunft: Corporate Volunteering

Auch dass sich mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter beteiligte, wertet Stephanie Klotz als großen Erfolg. Die Aktion soll nun ausgewertet und später wiederholt werden. Dabei soll „Inspiring Women“ zukünftig auch das Corporate Volunteering – den ehrenamtlichen Einsatz der Angestellten – beleben.


Stephanie Klotz

Das Engagement für Frauenthemen liegt einem Modeunternehmen wie C&A nah. Nicht nur dass die Kunden zu einem überwiegenden Anteil weiblich sind: Frauen stellen unter den Beschäftigten des Unternehmens und ebenso unter den Beschäftigten in seinen Lieferketten einen Anteil von über 80 Prozent. „Wir wollten Strömungen wie Selfies nutzen, um Relevanz und Begeisterung zu fördern“, so Thorsten Rolfes, Sprecher von C&A Europe. Was zunächst unter den eigenen Mitarbeitern Sensibilität und Interesse an Frauenthemen wecken sollte, kommuniziert das Unternehmen inzwischen ebenso nach außen.

Ein Teil der Erlöse geht an den Global Fund For Women, der sich etwa in Ländern der textilen Lieferkette – Kambodscha, Indonesien, Bangladesch – für Frauenrechte engagiert. Ein weiterer Teil kommt lokalen Initiativen an den C&A-Standorten weltweit zugute – auch in Düsseldorf.

Bekenntnis zum Standort

In seinem Grußwort bei einer Scheckübergabe am 12. November in Düsseldorf sagte Günter Karen-Jungen (Die Grünen), Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt: „Inspiring Women zeigt, dass sich das Unternehmen dem Standort Düsseldorf verbunden weiß“. Durch Selfies der Mitarbeiter in der C&A-Europazentrale in Düsseldorf kamen 32.000 Euro zusammen, die zwei lokalen Hilfsorganisationen überreicht wurden. „Mit diesem Projekt stellen sich die Mitarbeiter und die C&A Foundation an die Seite von Frauen in Notsituationen“, so Karen-Jungen.


Günter Karen-Jungen

Es profitieren die Düsseldorfer Vereine ProMädchen Mädchenhaus und „Frauen helfen Frauen“ mit seinem Frauenhaus. Beide erhalten eine staatliche Sockelförderung, sind für die Finanzierung ihrer Arbeit aber auf ergänzende Spenden angewiesen. Das Düsseldorfer Frauenhaus bietet Frauen und Kindern Schutz in Krisensituationen. Einrichtungsgegenstände und Spielzeug werden aus Spenden mitfinanziert, berichtet Monika Weiss vom Verein Frauen helfen Frauen. ProMädchen hilft bei Erfahrungen von häuslicher oder sexueller Gewalt und bei Essstörungen sowie beim sicheren Umgang mit Medien. Gerade zu medienpädagogischen Themen werde ProMädchen sehr häufig aus Schulen angefragt, so Heike Halbach aus der Geschäftsführung des Vereins. „Diese Nachfrage können wir kaum abdecken.“ Hinzu kommt eine wachsende Zielgruppe: junge weibliche Flüchtlinge, die sprachliche Förderung und Unterstützung angesichts oft unsicherer Zukunftsperspektiven brauchen.

Foto oben (von links): Stephanie Klotz (C&A Foundation), Sarah Pator (ProMädchen Düsseldorf), Heike Halbach (ProMädchen Düsseldorf), Günter Karen-Jungen (Die Grünen), Monika Weiss (Frauen helfen Frauen), Thorsten Rolfes (C&A Europe) (Achim Halfmann / CSR NEWS)