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WHO: Zehntausende sterben jedes Jahr an Folgen des Klimawandels

Knapp zwei Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Paris hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein ehrgeiziges Abkommen im Kampf gegen die Erderwärmung gefordert. Wie die WHO am Dienstag in Genf mitteilte, sterben weltweit jedes Jahr zehntausende Menschen an den Folgen des Klimawandels. Die Todesursachen seien vielfältig, von Luftverschmutzung bis hin zu veränderten Krankheitsmustern wie etwa bei Malaria.

Genf (afp) > Knapp zwei Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Paris hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein ehrgeiziges Abkommen im Kampf gegen die Erderwärmung gefordert. Wie die WHO am Dienstag in Genf mitteilte, sterben weltweit jedes Jahr zehntausende Menschen an den Folgen des Klimawandels. Die Todesursachen seien vielfältig, von Luftverschmutzung bis hin zu veränderten Krankheitsmustern wie etwa bei Malaria. Ein ehrgeiziges Klimaschutzabkommen könne daher Leben retten und weltweit Gesundheitskosten sparen, erklärte die Direktorin der WHO-Abteilung für öffentliche Gesundheit, Maria Neira.

Wenn in Paris ein “gutes” Abkommen geschlossen werde, werde dies auch “das wahrscheinlich wichtigste Gesundheitsabkommen in diesem Jahrhundert” sein, sagte Neira. Die WHO hofft vor allem auf die Einführung einer CO2-Steuer, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu verringern und so auch die Luftqualität zu verbessern. Nach ihren Schätzungen könnte die Zahl der Todesfälle durch verschmutzte Luft so halbiert werden. Laut einer WHO-Studie von 2014 sterben weltweit jedes Jahr rund sieben Millionen Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung.

Am 30. November beginnt in Paris der zweiwöchige UN-Klimagipfel. Auf der Konferenz soll erstmals ein globales Klimaschutzabkommen geschlossen werden. Erklärtes Ziel der Staatengemeinschaft ist es, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Das Abkommen soll ab 2020 das Kyoto-Protokoll ablösen.