Nachrichten

Fastfood-Ketten sollen Antibiotika-Einsatz in Ställen reduzieren

Verbraucherschützer haben Fastfood-Ketten dazu aufgefordert, sich für einen geringeren Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung stark zu machen. Schnellrestaurants beziehen “riesige Mengen” an Milch, Eiern und Fleisch; sie müssten deshalb “ihren Beitrag für eine verantwortungsvolle Tierhaltung leisten” und sich im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen engagieren, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag in Berlin.

Berlin (afp) > Verbraucherschützer haben Fastfood-Ketten dazu aufgefordert, sich für einen geringeren Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung stark zu machen. Schnellrestaurants beziehen “riesige Mengen” an Milch, Eiern und Fleisch; sie müssten deshalb “ihren Beitrag für eine verantwortungsvolle Tierhaltung leisten” und sich im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen engagieren, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag in Berlin. Der vzbv wandte sich daher sowohl an die Deutschland-Zentralen von McDonald’s, Kentucky Fried Chicken, Subway, Burger King, Pizza Hut, Starbucks und Vapiano.

Die deutschen Verbraucherschützer beteiligen sich damit an einer Kampagne der internationalen Verbraucherschutzorganisation Consumers International, die anlässlich einer Aktionswoche der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Risiken eines Wirkungsverlustes von Antibiotika aufklären will. Der “unsachgemäße und häufige” Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung sei ein Grund für zunehmende Resistenzen, erklärte der vzbv. In der Europäischen Union würden jährlich 25.000 Menschen sterben, weil lebensrettende Antibiotika nicht mehr wirkten.

Die deutschen Verbraucherschützer riefen die Fastfood-Unternehmen auf, bis zum 23. Dezember darüber zu informieren, welche Richtlinien bei ihnen für die Verwendung von Antibiotika in Fleisch, Milch und Eierprodukten gelten, die sie verkaufen. Der vzbv fordert, Antibiotika für Menschen nur zur Behandlung einzelner Tiere einzusetzen – nicht aber, um routinemäßig Krankheiten vorzubeugen oder das Wachstum der Tiere zu fördern. Dies sollte “weltweit strikt verboten” werden, mahnte der Verband.