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Olympia 2024: Erstes umfassendes Nachhaltigkeitskonzept für Hamburg

Ökonomisch, ökologisch und sozial sollen die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Hamburg werden. Das Konzept dafür hat die Bewerbungsgesellschaft und die Stadt Hamburg nun vorgestellt. Entwickelt wurde es vom Öko-Institut und der Sporthochschule Köln in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie sowie weiteren Akteuren.

Hamburg (csr-news) > Ökonomisch, ökologisch und sozial sollen die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Hamburg werden. Das Konzept dafür hat die Bewerbungsgesellschaft und die Stadt Hamburg nun vorgestellt. Entwickelt wurde es vom Öko-Institut und der Sporthochschule Köln in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie sowie weiteren Akteuren.

Das Konzept formuliert eine Vision für nachhaltige, tragfähige Olympische Spiele und beschreibt Leitlinien und Handlungsfelder für die Bereiche Soziales & Partizipation, Infrastruktur & Verkehr, Ökologie & Ressourcen, Klima & Energie, Ökonomie & Nutzung. „Wir haben damit zum ersten Mal für eine Sportgroßveranstaltung in einem partizipativen Prozess ein Konzept vorgelegt, das alle drei Säulen von Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigt“, erläutert Hartmut Stahl, Projektleiter am Öko-Institut, die Bedeutung des Konzeptes. „Ob Mobilität, Gesundheit, Inklusion und Integration, Klimaschutz oder nachhaltige Beschaffung – mit diesem umfassenden Ansatz sowie den 20 konkreten Leitprojekten, die sich an den Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung orientieren, haben die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 damit die Chance, die ersten umfassend nachhaltigen Spiele der Geschichte zu werden.

Klimabilanz gibt Orientierung

Bereits im Vorfeld haben die Experten für alle geplanten Sportstätten ein Umweltscreening durchgeführt, das die Auswirkungen der Sportevents auf Natur und Landschaft, Energie, Wasser, Boden, Klima, Luft sowie die menschliche Gesundheit geprüft hat. Darüber hinaus soll eine erste Klimabilanz als Orientierung dienen. Der barrierefreie Ausbau von Sportstätten, Freizeitanlagen, öffentlichen Verkehrsmitteln und weiterer Infrastruktur soll noch lange nach den Spielen der gesamten Bevölkerung, insbesondere den Älteren, zugutekommen.

Nachhaltigkeitsziele Mobilität und Wasser

Basis des olympischen Radverkehrsnetzes sind Hamburgs Velorouten, die bis 2020 Schritt für Schritt ausgebaut werden. Damit sollen sie das Ziel der Hamburger Bürgerschaft unterstützen, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen auf 25 Prozent zu erhöhen. Ein weiteres wichtiges Nachhaltigkeitsziel betrifft den Umgang mit Wasser. Wasser soll im Olympischen Dorf schonend eingesetzt und der natürliche Wasserkreislauf durch ein nachhaltiges Regenwassermanagement unterstützt werden. Eine entsprechende Leitlinie gibt konkret vor, dass im Sinne des olympischen Erbes die Voraussetzungen geschaffen werden, um den spezifischen Trinkwasserbedarf der Bewohner der OlympiaCity, im Vergleich zu den Hamburger Durchschnittswerten, um ein Viertel zu reduzieren. Eines der 20 Leitprojekte unterstützt zudem die Schaffung nachhaltiger Wertstoffketten mit ökologischen und sozialen Standards entlang den gesamten Lieferketten.

Ausblick: Nachhaltigkeitsstrategie für die Olympischen Spiele

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie: „In den vergangenen Monaten wurde in vielen Schritten ein Konzeptstand erarbeitet, mit dem Hamburg sich sehen lassen kann. Wir machen das Thema Nachhaltigkeit zu einem zentralen Punkt der Hamburger Olympia-Bewerbung“. Am 29. November 2015 stimmt die Bevölkerung in Hamburg und Kiel in einem Referendum über die Olympiabewerbung ab. Bei einem positiven Ausgang der Referenden wird das nun vorgelegte Konzept weiter konkretisiert und zu einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Die Entscheidung, welche Stadt die Host City für die Spiele 2024 sein wird, fällt das IOC im Herbst 2017.

Das Nachhaltigkeitskonzept zum Download.

 

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