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Green Shipping braucht Green Ports

Umweltschutz in der Seeschifffahrt hat stark an Bedeutung gewonnen. Was bei Autos bereits selbstverständlich ist, nämlich permanente Schadstoffreduzierung und alternative Antriebssysteme zum herkömmlichen Verbrennungsmotor, soll auch in der Schifffahrt selbstverständlich werden. Es geht um Meeresschutz und den Schutz von Küstenbewohnern. Doch Green Shipping funktioniert nicht ohne Green Ports.

Oldenburg (csr-news) > Umweltschutz in der Seeschifffahrt hat stark an Bedeutung gewonnen. Was bei Autos bereits selbstverständlich ist, nämlich permanente Schadstoffreduzierung und alternative Antriebssysteme zum herkömmlichen Verbrennungsmotor, soll auch in der Schifffahrt selbstverständlich werden. Es geht um Meeresschutz und den Schutz von Küstenbewohnern. Doch Green Shipping funktioniert nicht ohne Green Ports. Beim zweiten Forum Maritim von Maritime Cluster Norddeutschland und der Jade Hochschule, standen deshalb die grünen Häfen im Fokus. Primär ging es um die Übertragbarkeit von internationalen Green Ports Strategien auf die deutschen Seehäfen, die Bereitstellung umweltfreundlicher Energieversorgung in Seehäfen und intelligente bzw. nachhaltige Nutzung von Hafeninfrastrukturen.

Werner Repenning, Leiter Strategische Unternehmensentwicklung bei Niedersachsen Ports, berichtete über „Hafen und nachhaltiges Hafenmanagement bei N-Ports“. So geht es z.B. um Gebäude, die unter ökologischen Gesichtspunkten gebaut oder saniert werden und generell um den Einsatz umweltfreundlicher Technik. Bezüglich des Personals wird u.a. über Vereinbarkeit von Beruf und Familie nachgedacht, um qualifiziertes Personal zu halten und neues zu gewinnen. Ziel soll nicht nur eine nachhaltige Produktion sein, sondern auch die sich anschließende Logistikkette. So fordern es inzwischen immer mehr Kunden. Das heißt, Produkte sollen statt auf der Straße möglichst auf elektrifizierten Gleisen bzw. mit dem Binnenschiff transportiert werden. „Dabei müssen jedoch ökologische, soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigt werden, was durchaus kompliziert sein kann“, erklärte Repenning.

„Hier ist der Staat gefragt“, sagt Prof. Klaus Holocher vom Fachbereich Seefahrt der Jade Hochschule in Elsfleth. Er wünscht sich mehr Anreize, um Green Shipping und Green Ports schneller zu verankern. Denn Nachhaltigkeit koste Geld und längst nicht alle Verbraucher seien bereit, den Preis dafür zu zahlen. Als ein Beispiel nannte er bereits existierende Rabatte bei Hafengebühren für Green Shipping in Niedersächsischen Häfen.

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