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Wirtschaftsministerium und Industrie wollen Anreize für Elektroautos

Bundeswirtschaftsministerium und Automobilbranche haben ihren Wunsch nach staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Elektroautos bekräftigt. „Der schnelle Markthochlauf der Elektromobilität wird nur mit weiteren Anreizen gelingen“, erklärte Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Machnig am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung eines gemeinsam von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie Vertretern der deutschen Fahrzeugindustrie und der Gewerkschaft IG Metall unterzeichneten Erklärung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Automobilbranche.

Berlin (afp) > Bundeswirtschaftsministerium und Automobilbranche haben ihren Wunsch nach staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Elektroautos bekräftigt. „Der schnelle Markthochlauf der Elektromobilität wird nur mit weiteren Anreizen gelingen“, erklärte Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Machnig am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung eines gemeinsam von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie Vertretern der deutschen Fahrzeugindustrie und der Gewerkschaft IG Metall unterzeichneten Erklärung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Automobilbranche.

Bislang 22 Serienmodelle mit E-Antrieb

In dem Papier bekräftigt die Automobilindustrie unter anderem ihr Ziel, Deutschland zum „weltweiten Leitanbieter und Leitmarkt für Elektrofahrzeuge“ zu machen. Der zusätzliche Strombedarf für Elektrofahrzeuge soll aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Bisher produzieren die deutschen Hersteller 22 Serienmodelle mit E-Antrieb, in diesem Jahr sollen noch 7 weitere folgen. Das Bundeswirtschaftsministerium wird sich demnach dafür einsetzen, dass die Politik „die dafür notwendigen komplementären Beiträge“ beisteuert. Dazu gehörten finanzielle Anreize wie die Einführung einer Sonderabschreibung für gewerbliche Nutzer, die Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen sowie die Mitwirkung des Staates beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur und einer wettbewerbsfähigen Batteriezellen-Fertigung im Inland.

 

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Staatssekretär Matthias Machnig (Mitte), der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann (links) und der Präsident des VDA, Matthias Wissmann (rechts) bei der Unterzeichnung der Erklärung.

 

Die Erklärung umfasst darüber hinaus auch Aussagen zu Themen wie Digitalisierung und Vernetzung, Klimaschutz sowie Industriepolitik, Beschäftigung und Außenhandel. Die Unterzeichner geben darin unter anderem auch ein Bekenntnis zu der im Zuge des VW-Abgasskandals zuletzt häufig kritisierten Dieselmotor-Technologie ab. Trotz des „langfristigen“ Perspektivwechsels zu Erneuerbaren Energien im Straßenverkehr würden Verbrennungsmotoren „auf absehbare Zeit“ noch dessen „Rückgrat“ bleiben.

Dieselmotoren ermöglichten einen sparsamen Verbrauch und würden dadurch einen wichtigen Beitrag zum Erreichen von CO2-Zielen leisten, heißt es darin. Dieselmotoren haben bauartbedingt unter anderem einen besseren Wirkungsgrad als Benziner und benötigen daher weniger Kraftstoff als diese. Sie stoßen im Vergleich deshalb weniger CO2 aus. Auf der anderen Seite sind die Stickstoffemissionen höher als bei Benzinern.

 

 

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