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Tausend Bürgermeister und Prominente unterstützen UN-Klimakonferenz

Prominente Unterstützung für die UN-Klimakonferenz: Im Pariser Rathaus sind am Freitag rund tausend Bürgermeister aus der ganzen Welt zusammengekommen, um den Klimaschutz auch auf lokaler Ebene voranzubringen.

Paris (afp) > Prominente Unterstützung für die UN-Klimakonferenz: Im Pariser Rathaus sind am Freitag rund tausend Bürgermeister aus der ganzen Welt zusammengekommen, um den Klimaschutz auch auf lokaler Ebene voranzubringen. Organisiert wurde das Treffen von der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und dem früheren New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der mittlerweile bei der UNO für den Klimaschutz in Städten zuständig ist. Mit dabei waren auch Prominente wie Oscar-Preisträger Robert Redford, der sich seit Jahren für den Klimaschutz engagiert.

„Wir sind nicht nach Paris gekommen, um Geschichte zu schreiben, sondern um die Zukunft zu gestalten“, sagte Bloomberg. Bisher werde die wichtige Rolle der Städte beim Klimaschutz nicht genug gewürdigt. Dies wollten die Bürgermeister nun ändern. „Wir sprechen mit einer Stimme und diese Stimme muss gehört werden“, sagte Bloomberg. Die Bürgermeister wollten bei dem Treffen auch eigene Klimaschutzziele beschließen, wie Hidalgo sagte. Nach Angaben aus dem Pariser Rathaus wollen sich die Städte unter anderem verpflichten, bis 2050 ausschließlich erneuerbare Energien zu nutzen. Ihre Treibhausgas-Emissionen wollen sie bis 2030 jährlich um 3,7 Gigatonnen senken.

Bei der eigentlichen Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris verliefen die Verhandlungen über den vorläufigen Vertragstext unterdessen weiterhin zäh. Die Stimmung unter den Delegierten sei mittlerweile „ziemlich brutal“, sagte Kelly Dent von der Hilfsorganisation Oxfam. Ziel ist, bis Freitag kommender Woche ein weltweites Klimaschutzabkommen zu beschließen, um die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Die bisherigen Angebote der beteiligten Staaten zur Begrenzung der Emissionen reichen dafür allerdings nicht aus. Heikel sind zudem weiterhin finanzielle Fragen zum Klimaschutz insbesondere in den Entwicklungsländern.

Bis Samstagmittag soll ein möglichst eindeutiger Vertragsentwurf vorliegen, über den dann ab Montag die Minister der mehr als 190 Teilnehmerstaaten verhandeln. Um das zu schaffen, sollten die Delegierten notfalls die ganze Nacht durcharbeiten, wie einer der Verhandlungsführer, der Algerier Ahmed Djoghlaf, sagte.