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Aktionsplan gegen Kinderarbeit in der Elfenbeinküste zeitigt Erfolg

In der Elfenbeinküste, dem größten Kakao-Produzenten der Welt, hat der nationale Aktionsplan gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit (PFTE) nach Behördenangaben Erfolge gezeitigt. In einer Bilanz des Plans heißt es, etwa 4000 minderjährige Opfer von „Sklaverei und Ausbeutung“ seien zwischen 2012 und 2014 von Kakaoplantagen abgezogen und Nichtregierungsorganisationen sowie Behördenvertretern übergeben worden.

Abidjan (afp) > In der Elfenbeinküste, dem größten Kakao-Produzenten der Welt, hat der nationale Aktionsplan gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit (PFTE) nach Behördenangaben Erfolge gezeitigt. In einer am Dienstagabend (Ortszeit) in der Metropole Abidjan vorgestellten Bilanz des Plans heißt es, etwa 4000 minderjährige Opfer von „Sklaverei und Ausbeutung“ seien zwischen 2012 und 2014 von Kakaoplantagen abgezogen und Nichtregierungsorganisationen sowie Behördenvertretern übergeben worden.

Die Internationale Initiative für den Kakao (ICI), eine von der Schokoladenindustrie ins Leben gerufene Organisation gegen Kinderarbeit, schätzt, dass in der Elfenbeinküste zwischen 300.000 und einer Million Kinder im Kakaosektor arbeiten – zum Teil gelegentlich, zum Teil als Zwangsarbeiter. Viele Kinder sollen aus den Nachbarländern stammen.

23 Angeklagte wurden im Kampf gegen die Kinderarbeit zwischen 2012 bis 2014 zu Haftstrafen verurteilt, die in fünf Fällen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Der Aktionsplan für den Zeitraum 2015 bis 2017 sieht vor, die Zahl der auf Kakaoplantagen ausgebeuteten Kinder um fast ein Drittel zu verringern.

 

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