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Samsung verpflichtet sich zu besserem Arbeitsschutz in seinen Werken

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat sich verpflichtet, den Arbeitsschutz in allen seinen Werken zu verbessern, wenn nötig. Die Zusage ist Teil einer Einigung mit mehreren an Krebs erkrankten Mitarbeitern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Séoul (afp) > Der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat sich verpflichtet, den Arbeitsschutz in allen seinen Werken zu verbessern, wenn nötig. Die Zusage ist Teil einer Einigung mit mehreren an Krebs erkrankten Mitarbeitern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bei ihnen hatte sich der Konzern nach langem Streit 2014 entschuldigt, 2015 wurde ein Entschädigungsfonds eingerichtet.

Nun unterzeichneten Samsung und die Vertreter der kranken Mitarbeiter und ihrer Familien ein „Abschlussabkommen“, wonach die Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in allen Werken überprüft und gegebenenfalls verbessert werden sollen. Das soll eine unabhängige Kommission übernehmen.

Nach Angaben von Anwälten waren 224 Angestellte in Halbleiter- oder Bildschirm-Fabriken von Samsung erkrankt, 87 von ihnen starben. Samsung wies jahrelang jede Verantwortung für die Erkrankungen von sich. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, 150 Menschen hätten Antrag auf Entschädigung aus dem Fonds gestellt, und mehr als 100 von ihnen hätten bereits Geld erhalten.