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Klare Mehrheit für Werbebeschränkung für Kinderlebensmittel

Eine große Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, die Werbung für Lebensmittel für Kinder zu beschränken. Drei von vier Verbrauchern halten dies für einen geeigneten Weg zur Förderung gesunder Ernährung, ergab eine am Sonntag von der Verbraucherorganisation Foodwatch veröffentlichte repräsentative Umfrage von TNS Emnid unter 1002 Verbrauchern.

Berlin (afp) > Eine große Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, die Werbung für Lebensmittel für Kinder zu beschränken. Drei von vier Verbrauchern halten dies für einen geeigneten Weg zur Förderung gesunder Ernährung, ergab eine am Sonntag von der Verbraucherorganisation Foodwatch veröffentlichte repräsentative Umfrage von TNS Emnid unter 1002 Verbrauchern.

Noch mehr Verbraucher – nämlich 81 Prozent – fordern demnach verpflichtende Standards für die Verpflegung in Kindergärten und Schulen.

Der Umfrage zufolge findet auch die bereits seit längerem diskutierte sogenannte Ampelkennzeichnung zur Darstellung von Zucker-, Fett- und Salzgehalten auf Produktverpackungen bei 78 Prozent der Deutschen Unterstützung. Bei dieser Kennzeichnung steht Grün für einen geringen, Gelb für einen mittleren und Rot für einen hohen Gehalt am jeweiligen Nährwert.

Foodwatch-Experte Oliver Huizinga erklärte, die Verbraucher seien „genervt von den Geschäftspraktiken der Lebensmittelindustrie, die mit ihrem Marketing schon kleine Kinder auf ungesunde Produkte anfixt“. Hier sei eine Regulierung erforderlich.

Foodwatch warf Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) vor, „krampfhaft“ eine Politik der freiwilligen Selbstverpflichtungen und Aufklärungskampagnen mit der Unterstützung der Bevölkerung zu rechtfertigen. Tatsächlich sei die Stimmung bei den Verbrauchern eine andere.