Nachrichten

CSRbriefly für die 3. Kw.

Norden (csr-news) > Weitere Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in dieser Woche:

Norden (csr-news) > Weitere Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in dieser Woche:

Bundesumweltministerium sucht Klima-Innovationen

Innovative und klimafreundliche Technologiefelder finden und fördern ist Ziel eines neuen Ideenwettbewerbs dem Bundesumweltministerium. In Deutschland sind bereits viele zukunftsweisende Ansätze als Kleinserie erprobt. Doch stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Neuerungen einem breiten Markt zugänglich zu machen. Genau hier setzt der Ideenwettbewerb an. Der Wettbewerb ist offen für nachhaltige Produkte und umweltschonende Techniken, die bereits in geringer Stückzahl gefertigt und vertrieben werden. Er soll dabei helfen, den Durchbruch auf den Märkten zu schaffen. Interessenten können sich mit ihren Ideen bis zum 31. März 2016 bewerben. Weitere Informationen unter www.klimaschutz.de/kleinserie.

BMW auf Platz 1 im ‚Global 100 Index‘

Die kanadische Marktforschungsgesellschaft Corporate Knights untersucht regelmäßig Unternehmen aus aller Welt zu ihren Nachhaltigkeitsaktivitäten. Für das Ranking 2016 wurden weltweit insgesamt 4.353 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als zwei Milliarden US-Dollar untersucht. Die 100 erfolgreichsten Unternehmen werden in dem sogenannten „2016 Global 100 Most Sustainable Corporations in the World (Global 100) ranking“ gelistet. Von allen bewerteten Unternehmen schneidet die BMW Group am besten ab und belegt den ersten Platz. Weitere deutsche Unternehmen, die es unter die Top 100 geschafft haben sind Adidas auf Platz 5, Siemens auf Platz 42, Daimler auf Platz 48 und Henkel auf Platz 77.

Erstmals Akzeptanzbericht veröffentlicht

Welche Einstellung haben Nachbarn sowie politische und gesellschaftliche Vertreter dem Chempark und der Currenta gegenüber? Diese Frage war Gegenstand einer Untersuchung auf NRW-Landesebene sowie an den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Die Befragung hatte der Chemparkmanager und -betreiber Currenta beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sind Grundlage für den Akzeptanzbericht des Unternehmens, der gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin am 18. Januar in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. „Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie ein Unternehmen mit Transparenz, Offenheit und Ernsthaftigkeit Maßstäbe auf dem Weg zu mehr Industrieakzeptanz setzt. Damit gibt Currenta wichtige Impulse für Dialog- und Beteiligungsprozesse im Industrieland Nordrhein-Westfalen“, so Minister Duin. Der Bericht zum Download.

Schokolade von Lidl jetzt mit Fairtrade- und UTZ-Zertifizierung

Ab März 2016 ist der Kakao für die Fin Carré-Schokoladen des Lebensmitteldiscounters Lidl sowohl durch UTZ als auch durch Fairtrade zertifiziert. Bereits seit 2011 wird UTZ-zertifizierter Kakao für die Schokoladen der Lidl-Qualitätseigenmarke eingekauft. Zu Beginn waren lediglich zehn Prozent zertifiziert. Das ehrgeizige Ziel der Partnerschaft war es, 100 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Durch die gute Zusammenarbeit von Produzenten, UTZ und Lidl konnte der Anteil permanent und schneller als gedacht gesteigert werden. Statt nach ursprünglich geplanten neun konnte Lidl bereits nach zwei Jahren 100 Prozent UTZ-zertifizierten Kakao anbieten. Nun wird der Kakao zudem unter Fairtrade-Bedinguungen eingekauft. Dafür sei man umfangreiche Abnahmeverpflichtungen eingegangen, teilte Lidl mit.

Smartphone-Hersteller profitieren von Kinderarbeit

Bedeutende Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony können nicht garantieren, dass in ihren Produkten kein Kobalt aus Kinderarbeit genutzt wird. Dies geht aus einem veröffentlichten Bericht von Amnesty International und Afrewatch hervor. Der gemeinsame Bericht „This is what we die for“ zeigt, wie schon Kinder ab sieben Jahren unter lebensgefährlichen Bedingungen in kongolesischen Minen das wertvolle Mineral abbauen. „Die Elektronikkonzerne nutzen Kobalt für die Akkus ihrer Smartphones, Tablets und Laptops, also in Geräten, die aus unserem Verbraucheralltag nicht mehr wegzudenken sind“, sagt Verena Haan, Expertin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty International in Deutschland. „In der Demokratischen Republik Kongo – wo mehr als die Hälfte des weltweiten Kobalts gewonnen wird – riskieren Männer, Frauen und Kinder im Kleinstbergbau täglich ihre Gesundheit und ihr Leben. Allein im Südkongo starben zwischen September 2014 und Dezember 2015 mindestens 80 Bergleute“, so Haan.

Amnesty fordert: Die Regierungen der Länder, in denen die im Bericht erwähnten Unternehmen sitzen, also zum Beispiel die USA, Südkorea und Japan, müssen von den Konzernen mehr Transparenz einfordern. „Ohne entsprechende Gesetze, die Unternehmen dazu verpflichten, Informationen über die Herkunft der Mineralien und ihrer Zulieferer zu prüfen und zu veröffentlichen, können die Elektronik-Konzerne weiterhin von Menschenrechtsverletzungen profitieren“, sagt Haan. „Globale Unternehmen dürfen sich nicht darauf berufen, dass sie angeblich nicht überprüfen können, woher wichtige Mineralien in ihrer Produktion kommen“, so Haan. „Alle an der Kobalt-Lieferkette beteiligten Unternehmen müssen ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und dies auch öffentlich machen. Falls sie von Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette erfahren, müssen sie sofort Abhilfe leisten – so wie es die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verlangen“, sagt Haan.

BMW und Adidas mit bester Reputation

BMW und Adidas verfügen in der Bevölkerung unter den 30 Dax-Gesellschaften über die beste Reputation. Dies ergab eine repräsentative Bevölkerungsumfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Dr. Doeblin. Unter den sechs den Befragten präsentierten Reputationsindikatoren belegt BMW den ersten Rang bei der finanziellen Solidität, dem Ansehen als guter Arbeitgeber und der Verbundenheit zum Standort Deutschland. Adidas führt bei den Reputationsindikatoren Sympathie und CSR-Engagement. Die Deutsche Telekom erreicht Platz 1 für ihren lebendigen Auftritt am Markt. Im Vergleich zum Reputationsmonitor Deutschland vom Juni 2015 können sich Daimler, die Allianz und die Deutsche Post verbessern. Daimler verdankt dies dem Ergebnissprung bei den Reputationsindikatoren Sympathie und dem Image als guter Arbeitgeber, die Allianz punktet bei der Sympathie und die Deutsche Post bei der finanziellen Solidität.

ITB CSR Day: Praxisnahe Empfehlungen für mehr Verantwortung im Tourismus

Nachhaltig gut: Der diesjährige ITB CSR Day des ITB Berlin Kongresses greift aktuelle Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, der Flüchtlingsfrage, Klimawandel und Frieden durch Tourismus auf. Unter anderem wird sich das diesjährige Studiosus-Gespräch dreht um Menschenrechte im Tourismus drehen. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Auswirkungen, die der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung auf die Tourismusbranche hat und welche neuen Herausforderungen auf die Branche zukommen. Weitere Informationen zum geplanten CSR-Tag im Internet.

Schokoladen Ranking 2016

Die Nachhaltigkeitsinitiative „rank a brand“ hat ihr neues Ranking für Schokolade veröffentlicht. Ein Schwerpunkt der Untersuchung bildet der ökologisch sowie sozial nachhaltige Anbau und faire Handel des verarbeiteten Kakaos. Dabei zeigt sich, die Mehrheit der Hersteller kooperiert mit Organisationen wie Fairtrade, UTZ Certified und Rainforest Alliance. Dies schließt auch die Lebensmittelkonzerne Nestlé, Mars Inc., Ferrero und Mondelēz International ein. Unter diesen Unternehmen bezog Mars Inc. mit 36% in 2014 dabei den höchsten Anteil zertifizierten Kakaos am Gesamtvolumen. Insgesamt konnten lediglich zwei Marken überzeugen und ´wurdenmit dem A-Label ausgezeichnet – die österreichische Marke Zotter sowie GEPA. Das vollständige Ranking im Internet.

Mondelez stoppt Verwendung von Käfigeiern

Der Lebensmittelkonzern Mondelez, zu dem Marken wie Milka, Miracel Whip und Philadelphia gehören, will auf den Einsatz von Käfigeiern in seinen Produkten verzichten. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die entsprechende Umstellung zunächst bis 2020 schrittweise in den USA und Kanada erfolgen. In Europa wird der Prozess bis 2025 abgeschlossen sein. Auch der weltweite Ausstieg wird geprüft. Nach Angaben des Unternehmens werden »Miracel Whip« und das Großhandelsprodukt »Kraft Mayonnaise« europaweit bereits ab Mitte Februar ohne Käfigeier hergestellt. Mondelez folgt mit seiner Entscheidung etlichen Wettbewerbern, die den Ausstieg aus der Käfighaltung bereits umgesetzt haben oder ihn bald umsetzen werden. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt fördert diese Entwicklung mit ihrer Käfigfrei-Kampagne.

Justiz für den Tierschutz sensibilisieren

Immer wieder beklagen Amtstierärzte, dass aus ihrer Sicht eindeutige Verstöße gegen das Tierschutzgesetz von den Justizbehörden nicht als solche angesehen werden und damit eine strafrechtliche Verfolgung unterbleibt. Entsprechende Statistiken, die diese Eindrücke überprüfbar machen, fehlen allerdings. Das Thünen-Institut hat diese Thematik aufgegriffen und zwei separate Gruppendiskussionen mit Amtstierärzten bzw. Staatsanwälten aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchgeführt. In den Diskussionen stellte sich heraus, dass sich Verfahren lange hinziehen, viele Verfahren eingestellt werden und im Falle von Verurteilungen häufig ein geringes Strafmaß verhängt wird. Als entscheidende Faktoren für die Ablehnung von Verfahren nannten die Gesprächsteilnehmer geringe Fachkenntnisse der beteiligten Staatsanwälte und Richter, ein geringes Engagement und Interesse am Tierschutz sowie die schlechte personelle Ausstattung der Staatsanwaltschaften und Veterinärämter. Zudem scheiterten viele Verfahren daran, dass den Beschuldigten eine vorsätzliche Handlung nachgewiesen werden müsse. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus den Gruppendiskussionen sind als Thünen Working Paper 41 veröffentlicht worden und stehen zum Download zur Verfügung.

Green City Solutions für Inkubationsprogramm ausgewählt

Green City Solutions ist eines von neun europaweiten Unternehmen, die sich in der dritten Runde für das Accelerator Programm Open Data Incubator for Europe“ (ODINE) qualifizierten. Deren Produkt, der sogenannte „CityTree“, ist ein freistehendes vertikales Pflanzendisplay, welches die Fähigkeit besitzt, Feinstaub, Stickoxide und dadurch große Mengen an CO2-Äquivalenten aus der Luft zu filtern – und das mit einer Effektivität von 275 normalen städtischen Bäumen. Die eigens entwickelte Internet-der-Dinge-Technologie (IoT) sammelt darüber hinaus Klimadaten, welche mit den Werten zur Luftqualität in Städten kombiniert und erweitert werden können.

Klimaneutrale Zementproduktion

Auf der UN Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wurde das Ziel formuliert, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst sogar auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dazu muss der globale Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 reduziert werden. Ein bislang wenig diskutiertes, aber hohes CO2-Einsparpotential bieten energieintensive Industrien wie die Zementherstellung. Im Rahmen des EU Projektes „CEMCAP“ untersucht das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik (IFK) der Universität Stuttgart gemeinsam mit einem internationalen Konsortium aus insgesamt 15 Partnern in sieben europäischen Ländern die Anwendung von Abscheide- und Speichertechnologien, die den CO2-Ausstoß in der Zementindustrie eindämmen sollen. Der Anteil der Zementindustrie an den weltweiten CO2-Emissionen liegt bei etwa 6 Prozent und bietet daher ein hohes CO2-Einsparpotential. Für Deutschland liegt dieses bei etwa 17 Mio. Tonnen pro Jahr. Die Entstehung von CO2 lässt sich bei der Zementproduktion nicht vermeiden. Nur etwa ein Drittel der CO2-Emissionen entfällt dabei auf die Energiebereitstellung aus meist fossilen Brennstoffen. Der weitaus größere Teil, nämlich zwei Drittel der Emissionen sind darauf zurückzuführen, dass beim Brennen (Kalzinieren) des kalksteinhaltigen Zementrohmehls das im Ausgangsmaterial mineralisch gebundene CO2 freigesetzt wird. Das Projekt im Internet.

Israel: Unternehmen sollen Siedlungsaktivitäten beenden

Unternehmen sollen keine Aktivitäten in israelischen Siedlungen durchführen, diese nicht finanzieren, keine Dienstleistungen dort anbieten sowie keinen Handel mit ihnen betreiben. Nur dadurch können sie ihrer Verantwortung beim Menschenrechtsschutz nachkommen, so Human Rights Watch in einem neuen Bericht. Durch all diese Aktivitäten unterstützen Unternehmen ein von Beginn an unrechtmäßiges und von Missbrauch geprägtes System, das die Rechte von Palästinensern verletzt, und profitieren sogar noch davon. „Geschäftsbeziehungen mit den Siedlungen unterstützen unweigerlich die Politik Israels, durch die Palästinenser enteignet und massiv diskriminiert werden. Die Unternehmen selbst profitieren vom Raub palästinensischen Lands und anderer Ressourcen durch Israel”, so Arvind Ganesan, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Menschenrechte. „Unternehmen können nur dann ihrer Menschenrechtsverantwortung nachkommen, wenn sie jede Arbeit mit und in den Siedlungen beenden.“ Der 162-seitige Bericht “Occupation, Inc.: How Settlement Businesses Contribute to Israel’s Violations of Palestinian Rights” zum Download.

DLL mit Circular Economy Investor Award 2016 ausgezeichnet

Als globaler Anbieter von anlagenbasierten Finanzierungslösungen ist DLL zum Preisträger des Alliance Trust Award 2016 gewählt worden. Die Auszeichnung Circular Economy Investor ist Teil des Circular Award Programms, das von den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums in Zusammenarbeit mit Accenture organisiert wird. Ausgezeichnet werden jährlich Einzelpersonen und Organisationen aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die herausragende Beiträge zur Förderung der Kreislaufwirtschaft geleistet haben. DLL versteht sich darauf, die Anpassung der Geschäftsmodelle individuell zu fördern und zu unterstützen. Die Beraterteams entwickeln effektive und effiziente Finanzlösungen, die das Unternehmen auf die neuen Herausforderungen von Markt und Umwelt vorbereiten und dabei das Firmenkapital schonen. Insbesondere von diesem Engagement waren die Juroren beeindruckt. Darüber hinaus wurde betont, dass es DLL immer wieder gelingt, seine Partner zum Umdenken zu bewegen. Weg vom linearen Modell, bei dem es um „Entnehmen, Herstellen, Wegwerfen“ (“take, make, waste“) geht, hin zur Verantwortung, die von der Kreislaufwirtschaft zunehmend übernommen werden muss. Das neue Modell setzt auf Verwertung und Wiederverwertung. Hier ermutigt und bestärkt DLL seine Kunden durch das Prinzip Life Cycle Asset Management (LCAM) auf nachhaltige Prozesse zu setzen. Die volle technische Nutzungsdauer der Anlagen und Geräte lässt sich durch Wiederaufarbeiten, Überholen oder Instandsetzen konsequent verlängern.

Ban Ki-moon ernennt Botschafter für nachhaltige Entwicklungsziele

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat eine Gruppe prominenter Botschafter ernannt, die die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) fördern sollen. Die Botschafter werden ihre hervorgehobene Position nutzen, um die SDGs als einen Teil der ehrgeizigen und transformativen globalen Entwicklungsagenda zu fördern. Sie sollen wichtige Impulse liefern und den Generalsekretär bei seinen Bemühungen unterstützen, die SDGs bis 2030 zu erreichen. Unter anderem wurden Erna Solberg, Ministerpräsidentin von Norwegen, Kronprinzessin Victoria von Schweden, Jack Ma, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Alibaba Group, Fußballspieler Lionel Messi, Paul Polman, Vorstandsvorsitzender von Unilever oder Sängerin Shakira ernannt.

GREENFOODS: Appetit auf nachhaltige Energielösungen

In der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie Europas schlummern beträchtliche Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien. Die Verringerung der Produktionskosten und der Treibhausgasemissionen, die damit einhergehen, tragen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche bei. Dies zeigen die Ergebnisse von 204 Überblicks- und 45 Detailenergieaudits, die vorwiegend in kleinen und mittelgroßen Betrieben durchgeführt wurden. Technisch möglich sind demnach Einsparungen von rund 45 Prozent. Insgesamt könnten in den Unternehmen, bei denen Detailanalysen durchgeführt wurden, der Energieverbrauch um 150.000 MWh und der Treibhausgasausstoß um 30.000 Tonnen CO2e reduziert werden. Rund 15 Prozent Einsparungen (je nach Unternehmen teils auch beträchtlich mehr) sind auch wirtschaftlich rentabel und machbar. Die teilnehmenden Betriebe erhielten dazu detaillierte Empfehlungen und Ratschläge. Das Projekts GREENFOODS, im Rahmen dessen diese Aktivitäten stattfinden, wird aus dem Programm „Intelligent Energy Europe“ der Europäischen Union kofinanziert, und in Deutschland von der HFT Stuttgart und der Universität Kassel umgesetzt. Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der Audits auf der Website des Projekts.

Edelman Trust Barometer 2016

Verantwortlich für die strategische Ausrichtung eines Unternehmens – und damit den Aufbau von Vertrauen – ist der CEO. Und die Unternehmenslenker stecken dabei in einem Dilemma, so eines der Resultate des diesjährigen Edelman Trust Barometer. Auf der einen Seite hält nur eine Minderheit die Topmanager für glaubwürdig. Daran ändert auch der deutliche Anstieg des Vertrauenswertes um zehn Prozentpunkte auf 39 Prozent nichts. Gleichzeitig sind die Erwartungen an den CEO immens. 74 Prozent sind der Ansicht, dass Unternehmenslenker zu sehr auf kurzfristige Profite schielen, 62 Prozent glauben, dass sie zu viel Lobbying betreiben. Im Gegenzug sehen 72 Prozent zu wenig Engagement von CEOs, wenn es um langfristige Ziele geht und für 65 Prozent setzen sie sich nicht genug für die Schaffung neuer Arbeitsplätze ein. Dabei erwartet mit 77 Prozent die absolute Mehrheit der Befragten, dass sich CEOs zu gesellschaftlichen Fragen äußern und sich in politische Diskussionen einmischen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse zum Download.

2015 Sustainable Competitiveness Index

Der Global Sustainable Competitiveness Index bewertet die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit von 180 Ländern auf der Basis von Indikatoren der Weltbank und anderen internationalen Organisationen. Zu den überzeugendsten Regionen gehört in diesem Jahr Skandinavien. Japan, Kanada und Neuseeland sind die einzigen außereuropäischen Länder unter den Top 20. Die USA belegen Platz 41, Deuschland belegt den achten Platz. Die Ergebnisse zum Download.

EinDollarBrille mit TechAward ausgezeichnet

150 Millionen fehlsichtige Menschen in Entwicklungsländern mit Brillen versorgen und ihnen eine neue Perspektive geben. Dieses Ziel hat sich der EinDollarBrille e.V. auf seine Fahne geschrieben. Drei Jahre nach seiner Gründung kann sich der Erfolg sehen lassen: Bereits rund 20.000 fehlsichtige Menschen in ausgewählten Ländern Afrikas und Lateinamerikas tragen heute eine EinDollarBrille. „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg. Er zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass unser Konzept für eine augenoptische Grundversorgung in Entwicklungsländern funktioniert“, sagt Martin Aufmuth, Erfinder und Vorstandsvorsitzender des EinDollarBrille e.V. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich auch die Jury des Tech Award. Die renommierte Auszeichnung des Tech Museum of Innovation prämiert technische Erfindungen, die zum Wohl der Menschheit beitragen. Die EinDollarBrille erhielt in der Kategorie „Economic Development“ den Tech Award 2015.

Arbeitsklima ist wichtiger als Gehalt

Müssen sich Angestellte in Deutschland zwischen einem guten Arbeitsklima und einem hohen Gehalt entscheiden, so ist ihre Antwort eindeutig: Drei von vier Angestellten (76 Prozent) ist eine angenehme Atmosphäre am Arbeitsplatz wichtiger als eine hohe Bezahlung. Ein Viertel (24 Prozent) ist der umgekehrten Ansicht. Besonders groß ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern. Bei Frauen fällt die Entscheidung mit 84 Prozent deutlich häufiger auf das Arbeitsklima als bei Männern (67 Prozent). Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 519 Angestellte ohne Führungsverantwortung befragt wurden.