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Neues Beratungsangebot für Beschäftigte der Fleischindustrie

Ausländische Beschäftigte der Fleischindustrie können sich künftig in speziellen Beratungsstellen über ihre Rechte als Arbeitnehmer informieren. Das Bundeswirtschaftsministerium stellt nach Angaben vom Montag 500.000 Euro für ein seit August 2011 bestehendes Beratungsprojekt zur Arbeitnehmerfreizügigkeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Verfügung.

Berlin (afp) > Ausländische Beschäftigte der Fleischindustrie können sich künftig in speziellen Beratungsstellen über ihre Rechte als Arbeitnehmer informieren. Das Bundeswirtschaftsministerium stellt nach Angaben vom Montag 500.000 Euro für ein seit August 2011 bestehendes Beratungsprojekt zur Arbeitnehmerfreizügigkeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Verfügung, das damit um den Schwerpunkt Fleischindustrie erweitert wird. Das Projekt bekommt demnach zusätzliches Personal und eröffnet eine siebte Beratungsstelle.

Das Projekt „Faire Mobilität – Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv“ richtet sich an Arbeitskräfte aller Branchen aus dem europäischen Ausland und hilft ihnen dabei, gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen durchzusetzen. In den Beratungsstellen in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Kiel, München und Stuttgart erhalten sie kostenlos Beratung in mehreren Sprachen. Eine weitere Beratungsstelle soll im niedersächsischen Oldenburg entstehen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte, ihm sei es wichtig, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Fleischindustrie „rasch und nachhaltig zu verbessern“. Ein erster Schritt sei diesbezüglich mit der Selbstverpflichtung der Branche erreicht worden. Diese Initiative werde nun ergänzt, indem die Beschäftigten stärker über ihre Rechte informiert und bei Problemen beraten würden.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), deren Ressort das Projekt ebenfalls fördert, begrüßte, dass durch die Förderung das Wirtschaftsministerium das Projekt um die Fleischindustrie erweitert wird. So sollten die ausländischen Beschäftigten vor Ausbeutung geschützt und der Standort Deutschland als „Garant für gute Arbeit“ gestärkt werden, erklärte Nahles.

 

 

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