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CSRbriefly für die 5. Kw.

Weitere Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in dieser Woche:

Norden (csr-news) > Weitere Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in dieser Woche:

Climate Star 2016: Städte-Wettbewerb ist gestartet

Den Haag hat ihn bereits, Venedig und Leipzig ebenso. Ingelheim am Rhein wurde genauso wie das Waldviertler Kernland in Niederösterreich mit einem Climate Star ausgezeichnet. In 2016 prämiert das Klima-Bündnis bereits zum siebenten Mal, die besten Klimaschutz-Projekte Europas. Die 1.700 Klima-Bündnis-Kommunen aus 26 Ländern können ab sofort teilnehmen und bis zum 31. März 2016 laufende oder abgeschlossene Projekte einreichen. Die möglichen Themen reichen von Energie und Mobilität über Ernährung und nachhaltige Beschaffung bis hin zu Klimagerechtigkeit und Anpassung an den Klimawandel. Eine internationale Jury wird über 15 Climate Stars in vier nach Bevölkerungszahl gestaffelten Kategorien entscheiden. Entscheidend für eine Auszeichnung sind Nachhaltigkeit, das Potential, die Bevölkerung einzubinden, der Multiplikator-Effekt, die Medienwirksamkeit und wie innovativ ein Projekt ist.

Leuphana Universität und WWF starten Unternehmensprogramm Nachhaltigkeit

Der WWF Deutschland und das CSM (Centre for Sustainability Management) der Leuphana Universität Lüneburg haben ein Lehr- und Beratungsprogramm entwickelt, um Nachhaltigkeit systematisch in Unternehmen zu verankern. Das Programm ist aufgegliedert in fünf Module à eineinhalb Tage (in Frankfurt und Berlin) mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Durch das Zusammenspiel der Forschung der Leuphana Universität Lüneburg und der Erfahrung des WWF aus der praktischen Naturschutzarbeit wird den teilnehmenden Unternehmen ein breites Verständnis für Nachhaltigkeitsherausforderungen vermittelt. Diese Fortbildung dient dem Wissensaufbau von Unternehmen: Zu den Schwerpunktmodulen werden jeweils Vertreter aus den relevanten Abteilungen eingeladen; der Nachhaltigkeitsbeauftragte nimmt an allen Modulen teil. So werden die Akzeptanz, Relevanz und Kooperation – und damit die erfolgreiche Umsetzung im Unternehmen – gefördert. Eine Broschüre des Programms zum Download.

Green Chefs kooperieren mit DEHOGA-Umweltcheck

Fairness, Nachhaltigkeit und Umweltschutz nehmen einen immer wichtigeren Stellenwert in der Gastronomie ein. Aus diesem Grund hat sich im vergangenen Jahr die Initiative „Green Chefs“ gegründet um genau diese Aspekte in den gastronomischen Betrieben zu fördern. Schon nach kurzer Zeit waren die angestrebten Mitgliedszahlen erreicht, jetzt geht es den Initiatoren um eine weitere Verbreitung. Nun gab die Initiative eine Kooperation mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA bekannt. Green Chefs Partner können aufgrund der Partnerschaft zu vergünstigen Konditionen am DEHOGA-Umweltcheck teilnehmen. Dabei erhält jeder Teilnehmer eine detaillierte Auswertung seiner Betriebskennziffern, die ihm eine Selbsteinschätzung des betrieblichen Umweltengagements und einen Vergleich mit anderen, gleichartigen Betrieben ermöglicht. Weiter Informationen zum DEHOGA-Umweltcheck im Internet.

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung im Porträt

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (European Bank for Reconstruction and Development, EBRD) wurde 1991 gegründet. Kurz nach Zusammenbruch des Ostblocks sollte sie helfen, eine neue Nach-Kalter-Krieg-Ära in den Ländern Zentral- und Osteuropas aufzubauen. Die Länder sollten sich in Richtung des politischen und wirtschaftlichen Systems des Westens bewegen. Diese Transformation wurde das Mandat der EBRD, das sie durch Förderung von Marktwirtschaft, Mehrparteiendemokratie und Pluralismus erreichen sollte. 65 Länder und die Europäische Union sind aktuell Anteilseigner der Bank. urgewald-Campaignerin Regine Richter hat in einer Broschüre ein Portrait der Entwicklungsbank EBRD und ihrer Strategie gezeichnet.

Öffentliche Konsultation über Leitlinien zur nichtfinanzielle Informationen

Alle Bürger, Unternehmen, Investoren, Organisationen und Behörden der Europäische Union sind noch bis zum 15. April aufgerufen, an der öffentlichen Konsultation über Leitlinien zur nichtfinanzielle Informationen großer Unternehmen zu beteiligen. Von besonderem Interesse sind laut Kommission vor allem Beiträge von Kreisen, die ein Interesse an der Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen durch Unternehmen haben und/oder über Fachkenntnisse in diesem Bereich verfügen. Die Ergebnisse der Konsultation werden in den Umsetzungsprozess einfließen. Hier gibt es weitere Informationen zum Verfahren und die Möglichkeit der Teilnahme.

McDonald’s Deutschland präsentiert seine „Qualitätskette“

In einer Portraitreihe stellt McDonald’s Deutschland seine Top-Lieferanten vor. Den Anfang macht hierbei Hochland als wichtiges Mitglied der McDonald’s-Qualitätskette. Das Allgäuer Traditionsunternehmen liefert seit über 40 Jahren u. a. den Käse in Form von Schmelzkäsezubereitung für den beliebten Cheeseburger. „Manche nennen es Lieferkette. Wir bei McDonald’s haben eine Qualitätskette. Ganz nach dem Motto „Beste Partner. Beste Zutaten.“ schließt sie alle unsere Lieferanten mit ein.“, so Philipp Wachholz, Unternehmenssprecher von McDonald’s Deutschland. Neben Hochland führt McDonald’s Deutschland mit weiteren Qualitätsmarken langjährige und vertrauensvolle Lieferbeziehungen – dazu zählen u. a. das bayerische Traditionsunternehmen Develey oder das Düsseldorfer Unternehmen Lieken, einer der führenden Hersteller für Backwaren. In weiteren Portraits werden wir in diesem Jahr unsere Toplieferanten und ihre Arbeit für McDonald’s Deutschland vorstellen.

Mehr Frauen in Führungspositionen: Regelungen besser kommunizieren

In der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft gibt es Defizite bei den Unternehmen. Dies kritisiert die Führungskräftevereinigung ULA angesichts der Ergebnisse einer gemeinsam mit ihrer Mitgliedsorganisation EAF Berlin durchgeführten Umfrage über das Führungskräftepanel Manager Monitor. Demnach kannten nur 48 Prozent der befragten Führungskräfte die Zielgrößen ihres Unternehmens. Dabei waren Frauen grundsätzlich besser informiert, nicht nur über die Zielgrößen, sondern auch über flankierende Maßnahmen etwa im Bereich der Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Karriere oder Arbeitszeitflexibilisierung. Die vollständigen Umfrageergebnisse zum Download.

Grüner Strom-Label bestes Ökostromsiegel

In einem aktuellen Marktcheck untersuchte die Verbraucherzentrale Niedersachsen zwölf Ökostromlabels. Nur das Gütesiegel Grüner Strom erhält die Bestnote sehr empfehlenswert. Wichtigstes Bewertungskriterium war, ob ein Ökostromlabel einen ökologischen Mehrwert garantiert. Durch die Grüner Strom-Zertifizierung sind die Energieanbieter dazu verpflichtet, neue Anlagen und innovative Energieprojekte zu fördern. Dabei müssen Umweltanforderungen beachtet werden, die oft über das gesetzliche Maß hinausgehen. Die Labelkriterien stellen den Konsens aller sieben Trägerverbände dar. Über das Grüner Strom-Label wurden seit 1998 mehr als 1.000 Projekte mit über 40 Millionen Euro gefördert. Der Ökostrom-Marktcheck zum Download.

fischer absolviert ersten Workshop zu Nachhaltigkeit

Die Unternehmensgruppe fischer sucht im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsmanagements den direkten Kontakt mit den sogenannten Anspruchsgruppen und hat dazu einen ersten Stakeholder-Workshop am Firmensitz durchgeführt. Das weltweit agierende Familienunternehmen setzt im Rahmen seines Nachhaltigkeitsmanagements an allen Standorten auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Eine Arbeitsgruppe bei fischer stellt vor diesem Hintergrund seit Frühjahr 2015 die wichtigsten Maßnahmen und Ergebnisse zusammen. Die Resultate dieser Arbeit wurden nun einem breiten Kreis von Stakeholdern vorgestellt. Zu den fischer Anspruchsgruppen werden Mitarbeiter, Kunden, Händler und Vertriebspartner, Lieferanten, die Landkreise, die regionalen Gemeinden, Vereine und Organisationen gezählt. Ebenso gehören Non Government Organisationen (NGO), überregionale Verbände, Umweltgruppen und interessierte Bürger dazu. Die Meinungen und Standpunkte der heterogen zusammengestellten Gruppe brachten neue und weitere sinnvolle Aspekte für das Nachhaltigkeitsmanagement von fischer hervor. Die Resultate fließen nun in das Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmensgruppe ein.

Junge Beschäftigte arbeiten oft pausenlos

Etwa ein Fünftel der Erwerbstätigen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren arbeitet in Deutschland häufig ohne Pause. Gerade in der Dienstleistungsbranche verzichten junge Beschäftigte auch an Tagen mit mehr als sechs Stunden Arbeitszeit auf eine Erholungsphase. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer Detailanalyse der BIBB/BAuA-Jugenderwerbstätigenbefragung 2012. Den Verzicht auf die Pause begründet etwa die Hälfte der Befragten mit der zu bewältigenden Arbeitsmenge. Diese und weitere Daten und Fakten fasst die BAuA in dem nun veröffentlichten Faktenblatt „Arbeiten ohne Pause – Verstöße gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Beschäftigten“ zusammen.