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Windenergie EU-weit drittwichtigste Energiequelle nach Gas und Kohle

Windenergie ist im vergangenen Jahr in der Europäischen Union mit 142 Gigawatt zur drittwichtigsten Energiequelle geworden. Insgesamt wurden neue Windanlagen mit einer Kapazität von 12,8 Gigawatt hinzugebaut, 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der europäische Windenergieverband (EWEA) am Dienstag in Brüssel mitteilte.

Brüssel (afp) > Windenergie ist im vergangenen Jahr in der Europäischen Union mit 142 Gigawatt zur drittwichtigsten Energiequelle geworden. Insgesamt wurden neue Windanlagen mit einer Kapazität von 12,8 Gigawatt hinzugebaut, 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der europäische Windenergieverband (EWEA) am Dienstag in Brüssel mitteilte. Windenergie deckte demnach 11,4 Prozent des Stromverbrauchs in den 28 Ländern der EU ab.

Gemessen an der Kapazität sei Windenergie inzwischen die bedeutendste erneuerbare Energie in Europa, erklärte der Verband. Sie mache 15,6 Prozent des gesamten Energieangebots aus und habe damit die Wasserkraft (15,5 Prozent) überholt. Wichtigste Energiequellen blieben Gas mit 21,1 Prozent und Kohle mit 17,5 Prozent.

Europaweit wurde 2015 demnach die Rekordsumme von 26,4 Milliarden Euro in Windenergie investiert. Das seien 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor, erklärte der Verband. Fast die Hälfte der Investitionen wurden in Deutschland getätigt.

„Wir haben 2015 einen starken Ausbau in Deutschland gesehen und ein starkes Jahr für den Offshore-Wind“, erklärte der Verbandsvorsitzende Giles Dickson. Das Wachstum sei aber geographisch ungleichmäßig ausgefallen. Investoren und Entwickler schreckten vor einer unklaren Energiepolitik und unklaren Vorschriften zurück.

Die EU-weit höchste Windpark-Kapazität hatte 2015 weiter Deutschland mit 45 Gigawatt, gefolgt von Spanien mit 23 Gigawatt, Großbritannien (13,6 Gigawatt) und Frankreich (10,4 Gigawatt).

 

 

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