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Evonik ermöglicht 30 Flüchtlingen „Start in den Beruf“

30 Plätze für Flüchtlinge hat der Chemiekonzern Evonik im Rahmen seiner Initiative „Start in den Beruf“ zusätzlich bereitgestellt. Im Herbst 2015 hatten die Sozialpartner der chemischen Industrie vereinbart, gemeinsam die Integration von Flüchtlingen mit geklärtem Bleiberecht und Arbeitserlaubnis voranzutreiben.

Essen/Marl (csr-news) > 30 Plätze für Flüchtlinge hat der Chemiekonzern Evonik im Rahmen seiner Initiative „Start in den Beruf“ zusätzlich bereitgestellt. Im Herbst 2015 hatten die Sozialpartner der chemischen Industrie vereinbart, gemeinsam die Integration von Flüchtlingen mit geklärtem Bleiberecht und Arbeitserlaubnis voranzutreiben. In den Fokus der Bemühungen stellten sie dabei Maßnahmen zur Berufsvorbereitung. Evonik sagte zu, bundesweit 30 zusätzliche Plätze für junge Flüchtlinge in dem Programm „Start in den Beruf“ zu schaffen. Diese Zielmarke hat das Unternehmen nun erreicht. Im Rahmen des Programms werden Jugendliche, die noch nicht ausbildungsfähig sind, für eine Ausbildung zu qualifiziert. In Form eines Langzeitpraktikums lernen die Jugendlichen, und jetzt auch 30 Flüchtlinge, vor allem naturwissenschaftlich-technische Berufe praktisch kennen und können in den Berufsbildern eigene praktische Erfahrungen machen. „Das Programm ‚Start in den Beruf‘ hat sich als Brücke in den Arbeitsmarkt bewährt. Maßnahmen wie diese können einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt leisten“, betonte Evonik-Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel.

Bundesweit stellt Evonik im Programm 2015/16 insgesamt 30 zusätzliche Plätze für junge Flüchtlinge in „Start in den Beruf“ zur Verfügung, davon 23 am Standort Marl. Fünf Jugendliche haben erst vor wenigen Tagen mit der Maßnahme begonnen. Diese Plätze werden vom Immobilienunternehmen Vivawest finanziert, das Evonik als Kooperationspartner gewinnen konnte. „Wir haben bei unseren Dienstleistern RHZ Handwerkszentrum und HVG Grünflächenmanagement zunächst Plätze für ein Praktikum geschaffen. Anschließend prüfen wir, ob sie in ein ordentliches Ausbildungsverhältnis übernommen werden können“, so Vivawest-Geschäftsführer Ralf Giesen. 15 Plätze werden von der Evonik Stiftung aus Mitteln der Soforthilfe, die Evonik ihr für Hilfsprojekte für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat, getragen, weitere zehn vom Essener Energieunternehmen Steag.

„Alle jungen Flüchtlinge bei ‚Start in den Beruf‘ in Marl sind hoch motiviert und haben sich gut in die Gruppe integriert“, betonte Evonik-Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel im Gespräch mit IG BCE-Chef Michael Vassiliadis. „Von Anfang an war es uns wichtig, keine Gruppe ausschließlich für Flüchtlinge zu schaffen, sondern sie mit den anderen Projektteilnehmern zu mischen. Dieser Ansatz hat sich ausgezahlt.“ Handlungsbedarf sieht Wessel weiterhin vor allem beim Thema Sprachkompetenz. Beim Sprechen der deutschen Sprache haben die jungen Flüchtlinge in den ersten Monaten nach Beginn des Programms gute Fortschritte gemacht. Doch Lesen und Schreiben fällt vielen noch schwer. „Um eine Ausbildung erfolgreich absolvieren zu können, muss man aber Prüfungsfragen verstehen und schriftlich beantworten können. Das ist alles andere als leicht. Deshalb haben wir das Programm angepasst und bieten zusätzlichen Sprachunterricht an“, so Wessel.

 

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