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CSRbriefly für die 7. Kw.

Weitere Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in dieser Woche:

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Leuphana ist jetzt Fairtrade-University

Als eine der ersten Universitäten in Deutschland darf sich die Leuphana Universität Lüneburg jetzt „Fairtrade-University“ nennen. Dieses Gütesiegel wird von TransFair Deutschland e.V. nach einer erfolgreichen Bewerbung verliehen. Es kennzeichnet Hochschulen, die das Thema fairer Handel in die Lehre integrieren, in öffentlichen Veranstaltungen behandeln und den Hochschulmitgliedern fair gehandelte Produkte anbieten. Hochschulen in Deutschland können sich seit dem Sommersemester 2014 mit ihrem Engagement für den fairen Handel um den Titel Fairtrade-University bewerben. Außer der Leuphana haben dies zum Beispiel die Universität Rostock und die Universität des Saarlandes mit Erfolg getan.

DRV tritt setzt Roundtable Menschenrechte im Tourismus bei

Der Deutschen Reise Verbande (DRV), Branchenverband der Touristik bekennt sich zu seiner Verantwortung für die menschenrechtliche Sorgfalt und tritt der Initiative Roundtable Human Rights in Tourism bei. „Wir setzen als DRV damit ein Zeichen, dass die Branche das Thema Menschenrechte sehr ernst nimmt“, erläutert der DRV-Präsident den kürzlich einstimmig gefassten Beschluss des DRV-Vorstandes zum Beitritt. Im Rahmen der Initiative wird der DRV mit anderen Organisationen, Institutionen und Unternehmen an zukunftsfähigen Lösungen arbeiten, um so den Dialog zu diesem Thema zu verstärken. Offiziell unterzeichnet wird das Commitment vom DRV auf der ITB Berlin. Der Roundtable ist eine internationale Multistakeholder-Initiative, die im Jahr 2012 gegründet wurde. Er agiert als Impulsgeber und bietet eine offene Plattform für Organisationen und Unternehmen, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte in ihrer geschäftlichen Einflusssphäre einsetzen.

GreenBuzz Berlin – Connecting professionals for sustainability

Die Veranstaltung Sustainability Drinks Berlin ist seit 2014 eine feste Größe in der Nachhaltigkeitsszene. Der Veranstalter GreenBuzz Berlin e.V fördert mit den monatlich stattfindenden Events die Nachhaltigkeitsbewegung in der Hauptstadt. Nun wurde der Verein offiziell als gemeinnützig anerkannt. Florian Weingarten, Vorsitzender GreenBuzz Berlin, hierzu: „Ich bin stolz darauf, dass wir den Gemeinnützigkeitsstatus erlangt haben. Nun können wir unsere sinnstiftenden Aktivitäten mit vollem Einsatz weiterverfolgen.“ Das Ziel von GreenBuzz Berlin ist es, eine Community zu schaffen, die den Aus- und Aufbau von nachhaltigen Initiativen, Start-Ups, Projekten und Unterstützern ermöglicht. „Wir bringen Menschen zusammen, um die Welt ein Stück besser zu machen“, erklärt Ulrike Hinz, Vorstandsmitglied von GreenBuzz Berlin.

Gründungstreffen des Netzwerks der deutschen Bio-Städte

Deutschlandweit nehmen derzeit 12 Städte, Gemeinden und Landkreise an der Initiative „Bio-Städte“ teil: München, Bremen, Nürnberg, Augsburg, Darmstadt, Freiburg, Hamburg, Ingolstadt, Witzenhausen, Heidelberg, Karlsruhe und Lauf. Die jeweiligen Verwaltungen haben sich per Beschluss dazu verpflichtet, den Öko-Landbau zu fördern, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und die Bio-Branche vom Acker bis auf den Teller besser zu vernetzen. Um gemeinsam noch mehr Bio in die Stadt zu bringen, kamen die Bürgermeister von sechs Bio-Städten Anfang Februar in Augsburg zusammen. Hier wurde eine verbindliche Kooperationsvereinbarung zwischen den teilnehmenden Kommunen unterzeichnet.

Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit

Mit der Gründung der „Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit — So.WIN“ schaffen Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) eine neue Bildungseinrichtung für die betriebliche Praxis. Für Betriebsräte und Management wird mit So.WIN eine gemeinsame Einrichtung etabliert, in der die Herausforderungen und Zielkonflikte der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit — Ökonomie, Ökologie und Soziales — für ihre Unternehmen diskutiert und gelöst werden können. Damit soll das Thema Nachhaltigkeit in Betrieben und Belegschaften stärker verankert werden.

„Erfolgsfaktor Familie“ begrüßt 6000. Mitglied

Das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ konnte in dieser Woche sein 6000. Mitglied begrüßen: Die Familienfleischerei Bittner aus Steinfurt. Die Fleischerei Bittner setzt als münsterländisches Unternehmen nicht nur auf Qualität bei den Produkten, sondern auch auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Betrieb: Dazu gehört eine väterfreundliche Personalpolitik in der Produktion, ein flexibler Schichtbetrieb und Raum für persönliche und vertrauensvolle Gespräche zwischen Geschäftsleitung und den Beschäftigten. Als Teil des gleichnamigen Unternehmensprogramms wurde das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ im Herbst 2006 vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag als zentrale Plattform für familienfreundliche Unternehmen gegründet.

Preisträger „Schandfleck des Jahres“ vorgestellt

Das Netzwerk Soziale Verantwortung in Österreich hat die Preisträger des diesjährigen „Schandfleck des Jahres“ vorgestellt. Die Hälfte der mehr als 4.000 Teilnehmer des Online-Votings gaben dem Bundesministerium für Inneres (BMI) ihre Stimme. Den Jurypreis erhielt die w&p Zement GmbH. Das BMI wurde wegen der mangelhaften Versorgung von Asylsuchenden im Jahr 2015, der Verschärfung der Asylpolitik und wegen der Auslagerung der Flüchtlingsbetreuung an das profitorientierte Unternehmen ORS zur verantwortungslosesten Institution des Jahres 2015 gewählt und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Der Preis wurde 2016 zum vierten Mal verliehen. Mit ihm werden besonders verantwortungslos agierende Unternehmen oder Institutionen ausgezeichnet, die österreichischer Herkunft sind oder in Österreich agieren.

Nachhaltigkeitsrat zeichnet VWU Projekt aus

Bereits zum fünften Mal vergibt der Rat für Nachhaltige Entwicklung sein Qualitätssiegel „Werkstatt N“ an 100 richtungweisende Ideen und Projekte, die nachhaltiges Denken und Handeln im Alltag lebendig machen. Zu den bundesweit ausgezeichneten Projekten gehört in diesem Jahr auch das VWU Projekt „So geht´s nachhaltig – Nachhaltigkeit in Kleinunternehmen stärken“. Das VWU Projekt wurde vom Wirtschaftsministerium im vergangenen Jahr gefördert. Bei zahlreichen Events wurden in Rheinland-Pfalz Nachhaltigkeitskonzepte für Kleinunternehmen vorgestellt, Praxisinformationen ausgetauscht und ein Nachhaltigkeitsnetz speziell für Selbständige, Handwerker, Händler, Freiberufler, Landwirte und Winzer ins Leben gerufen.

Nachhaltige Materialien – Chance für junge Unternehmen?

Zwei Drittel aller Technologie getriebenen Innovationen sind von Werkstoffaspekten abhängig. Insgesamt stehen mehr als 70 % des Bruttosozialproduktes in westlichen Technologieländern direkt oder indirekt im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Materialien. Die Frage nach der Nachhaltigkeit gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Nachhaltige Materialien sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit und bieten ein hohes Potenzial – von der Substitution kritischer Rohstoff bis zur effizienten Nutzung von Recyclingmaterial. Welches Potenzial hier für junge Unternehmer und Start Ups liegt, ermittelt jetzt die Taskforce „Entrepreneurship“ der neuen sogenannten Knowledge and Innovation Community (KIC) EIT RawMaterials, an der das Fraunhofer IWKS und der Cluster Neue Werkstoffe beteiligt sind.

Erfolgsbilanz zum Förderprogramm „Nachhaltigkeit neu lernen“

Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann hat zusammen mit der Referentin für Nachhaltigkeit Ruth Dorner sowie Ralf Mützel und Hidir Altinok vom Amt für Nachhaltigkeitsförderung die Bilanz zum Förderprogramm „Nachhaltigkeit neu lernen“ vorgestellt. Thumann blickte auf die vergangenen fünf Jahre mit dem neuen Förderprogramm „Nachhaltigkeit neu lernen“ zurück, das von der Stadt aufgelegt und mit Mitteln aus dem Preisgeld für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Jahr 2012 von der Allianz Umweltstiftung ergänzt wurde. Insgesamt seien in diesem Zeitraum 52 Projekte im Rahmen des Förderprogramms ausgewählt und umgesetzt worden, wobei eine Gesamtsumme von 116.000 Euro an Fördermittel an die Projektträger ausbezahlt worden sei. Der Anteil der Stadt Neumarkt bei den Fördergeldern beträgt dabei 81.000 Euro, das Preisgeld aus dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Neumarkt mit 35.000 Euro von der Allianz Umweltstiftung deckt den Rest der Gesamtausgaben. Insgesamt seien damit 9.500 Personen erreicht, darunter dreiviertel Kinder und Jugendliche. Aus Sicht von OB Thumann seien im Laufe des Förderzeitraums tolle Projekte herausgekommen, die handgreiflich und anschaulich zeigen, wie Nachhaltigkeit gelebt und praktiziert werden kann.

HypoVereinsbank für Frauenförderung ausgezeichnet

Im aktuellen Ranking des „Frauen-Karriere-Index“ (FKI) belegt die HypoVereinsbank den dritten Platz. Mit ihren Fördermaßnahmen für Frauen hat sich die HypoVereinsbank als einer der Vorreiter für nachhaltige Frauenförderung in Deutschland etabliert. „Unterschiedliche Perspektiven unserer weiblichen und männlichen Mitarbeiter und Führungskräfte bieten für uns als Bank einen klaren Mehrwert in einem dynamischen Marktumfeld. Die Auszeichnung bestätigt, dass wir mit unseren vielfältigen Programmen und Initiativen zur Frauenförderung auf dem richtigen Weg sind“, sagt Ulrich Leckner-Grevel, Leiter Personal der HypoVereinsbank. Der Frauen-Karriere-Index begleitet seit 2012 namhafte Unternehmen auf dem Weg zu mehr Frauen in Führungspositionen. Auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten werden die erfolgreichsten Maßnahmen und Initiativen analysiert.

Bessere Wassernutzung könnte globale Ernährungslücke halbieren

Verbessertes landwirtschaftliches Wassermanagement könnte helfen, die globale Ernährungslücke bis 2050 zu halbieren und einige schädliche Folgen von Klimaveränderungen auf Ernteerträge abzufedern. Zum ersten Mal haben Wissenschaftler systematisch das weltweite Potential untersucht, mehr Nahrung mit der gleichen Menge Wasser zu produzieren, indem Regennutzung und Bewässerung optimiert werden. Sie fanden heraus, dass die Möglichkeiten bislang unterschätzt wurden. Investitionen in eine kluge Bewässerung von Agrarflächen könnten den globalen Hunger erheblich verringern und gleichzeitig Bevölkerungszuwächse ausgleichen. Allerdings bedarf die Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis spezifischer lokaler Lösungen, was eine Herausforderung bleibt.

Leiharbeitsverdienste: Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit

Vom „equal-pay“-Grundsatz ist die Leiharbeit nach wie vor weit entfernt. Obwohl gesetzliche Regelungen seit 2011 den Missbraucht verhindern und Gleichbehandlung garantieren sollen, verdienen Zeitarbeiter deutlich weniger als Beschäftigte in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Sektor. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), die jetzt im Informationsportal Sozialpolitik aktuell veröffentlicht wurde. Im dritten Quartal 2015 lagen die durchschnittlichen Bruttostundenlöhne für Leiharbeit bei 13 Euro, während Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung 20,75 Euro und in der Privatwirtschaft 22,34 Euro bezogen. Die Zeitarbeits-Stundenlöhne reichen in Westdeutschland von 10,53 Euro für „Ungelernte Arbeitnehmer“ bis hin zu 33,22 Euro für „Arbeitnehmer in leitender Stellung“. Im Osten liegt diese Spanne zwischen 9,66 Euro und 28,28 Euro. Gleichzeitig sind Eingruppierungen in den unteren Gehaltsklassen überaus häufig: Nur ein bis sieben Prozent der Leiharbeiter zählen zu den höheren Leistungsgruppen mit besserer Qualifikation, mehr als zwei Drittel sind in den unteren Gruppen 4 und 5 zu finden.

Wie „grüner Strom“ die deutschen Klimaziele rettet

Gut drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) fordern von der Bundesregierung, grünen Strom für die privaten Haushalte stärker zu fördern, um so auf klimaschädliche Energien wie Kohle, Öl und Gas verzichten zu können. Das ist ein Ergebnis des Stiebel Eltron Energie-Trendmonitors, für den 1.000 Bundesbürger im November 2015 bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Mehr Umweltverträglichkeit in der Entertainment Branche

In den letzten Jahren hat sich der Live Entertainment Award PRG LEA zu einer der bedeutendsten Kulturauszeichnungen in Deutschland entwickelt. Ausgezeichnet werden hier nicht die Künstler, sondern die maßgeblich am Erfolg der Künstler beteiligten Veranstalter, Manager, Agenten und Spielstättenbetreiber. Als Flaggschiff im deutschen Showbusiness und als Vertretung der gesamten Live Entertainment Industrie – mit einem Umsatz von mehr als 4 Milliarden Euro im Jahr – sind sich die Mitglieder des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (bdv) ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Die Themen Klimawandel und Umweltverträglichkeit von Veranstaltungen sind für die Branche von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund wird der PRG LEA am 04.04.2016 in Frankfurt „klimaneutral“ durchgeführt. Klimaneutralität ist allerdings erst der Anfang der Kooperation zwischen den Hamburger Organisatoren der Preisverleihung und den Klimaschutzexperten der First Climate AG, die in den kommenden Jahren intensiviert werden soll.

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