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Immer mehr Stiftungen in Deutschland

583 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts sind im vergangenen Jahr neu errichtet worden, während im gleichen Zeitraum 61 geschlossen wurden. Damit stieg die Zahl der Stiftungen in Deutschland auf 21.301, teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen mit.

Berlin (csr-news) > 583 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts sind im vergangenen Jahr neu errichtet worden, während im gleichen Zeitraum 61 geschlossen wurden. Damit stieg die Zahl der Stiftungen in Deutschland auf 21.301, teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen mit.

„Jede Woche gibt es 11 neue Stiftungen – das ist eine gute Nachricht aus der Zivilgesellschaft. Denn deren bürgerschaftliches Engagement ist derzeit gefordert wie nie. Auffallend und erfreulich sind die hohen Zuwachsraten in einigen östlichen Ländern“, so Prof. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. „Auch wenn die absoluten Stiftungszahlen dort noch viel geringer sind als in den westlichen Bundesländern, holen manche der östlichen Bundesländer jetzt auf. Das zeigt die dort größer gewordene Wirtschaftskraft genauso wie zunehmendes zivilgesellschaftliches Engagement.“

Stiftungen in der Flüchtlingshilfe

Einige Stiftungsneugründungen des vergangenen Jahres nehmen explizit die neuen Aufgaben Integration von Zugewanderten und gesellschaftlicher Zusammenhalt in den Blick. Auch bestehende Stiftungen haben im vergangenen Jahr durch Zusammenarbeit ihre Stärke in diesen Themen gezeigt. Unter anderem in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart spielen Stiftungen in gemeinsamen Förderaktionen eine wichtige Rolle. „Stiftungen und Vereine sind seit Langem darin geübt, mit Partnern aus Wirtschaft und Politik Initiativen zu schaffen, die qualifizieren und integrieren“, so Birgit Radow, stellvertretende Generalsekretärin des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. „Stiftungen haben ein hohes Ansehen und können deshalb ganz unterschiedliche Akteure zusammenbringen. Deshalb sind sie oft Initiatoren für ‚Runde Tische‘ vor Ort“, so Radow.

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Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen

Herausforderungen im Jahr 2016

Zu den großen Herausforderungen dieses Jahres zählt besonders für kleinere Stiftungen das weiterhin niedrige Zinsniveau: „Viele Stiftungen begegnen den gesunkenen Zinserträgen mit kreativen Fundraising-Ideen“, fasste Birgit Radow zusammen. „Nachgedacht wird aber auch bei Stiftungen aller Größen zunehmend darüber, wie durch besondere Anlageformen – z.B. Mission Investing oder Social Impact – sozialen Unternehmen und Projekten der Start erleichtert werden kann, um so trotz niedriger Zinsen die Zivilgesellschaft nachhaltig zu stärken.“