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Henkel berichtet zur Nachhaltigkeit: Wichtige Ziele erreicht – neue Ziele gesteckt

Faktor 3 heißt bei Henkel die bis zum Jahr 2030 angelegte Nachhaltigkeitsstrategie. Bis dahin will der Konsumgüterhersteller bei seinen Produkten und Prozessen dreimal effizienter sein als heute, weniger Ressourcen verbrauchen und damit den ökologischen Fußabdruck verbessern. 2015 war ein wichtiger Zwischenschritt auf diesem Weg – die Ziele für die vergangenen vier Jahre wurden erreicht. Im neuen, dem inzwischen 25. Nachhaltigkeitsbericht, werden nun die Ziele bis zum Jahr 2020 abgesteckt.

Düsseldorf (csr-news) > Faktor 3 heißt bei Henkel die bis zum Jahr 2030 angelegte Nachhaltigkeitsstrategie. Bis dahin will der Konsumgüterhersteller bei seinen Produkten und Prozessen dreimal effizienter sein als heute, weniger Ressourcen verbrauchen und damit den ökologischen Fußabdruck verbessern. 2015 war ein wichtiger Zwischenschritt auf diesem Weg – die Ziele für die vergangenen vier Jahre wurden erreicht. Im neuen, dem inzwischen 25. Nachhaltigkeitsbericht, werden nun die Ziele bis zum Jahr 2020 abgesteckt.

Zentraler Baustein der Nachhaltigkeitskommunikation

Seinen ersten Umweltbericht hat Henkel im Jahr 1992 veröffentlicht und darin ersten Erfolge beim Umweltschutz und weitere Herausforderungen thematisiert. Auf mehr als 1.100 Seiten hat Henkel seitdem, mehrfach ausgezeichnet, über Nachhaltigkeit berichtet. Aus dem einstigen Umweltbericht ist ein umfassendes Reporting geworden und ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeitskommunikation. Zusammen mit dem zeitgleich erscheinenden Geschäftsbericht, bildet er heute eine integrierte Unternehmensberichterstattung. „Wir haben unseren Ansatz, im gesamten Unternehmen nachhaltig zu wirtschaften, im Lauf der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt“, schreibt Kathrin Menges Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Council von Henkel, im Vorwort des aktuellen Berichts. „Für Henkel – wie auch für viele andere Unternehmen weltweit – steht es außer Frage, dass die Wirtschaft Teil der Lösung und der Nachhaltigkeitsagenda sein muss“.

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Kathrin Menges Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Council: „Wirtschaft muss Teil der Lösung und der Nachhaltigkeitsagenda sein“.

Etwas mehr als 18 Milliarden Euro hat Henkel im vergangenen Jahr umgesetzt. „2015 war ein ausgezeichnetes Jahr für Henkel. Alle drei Unternehmensbereiche haben den Umsatz organisch gesteigert und ihr Ergebnis deutlich verbessert“, sagte Kasper Rorsted, Vorsitzender des Vorstands. Damit diese Umsätze im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie erzielt werden lag einer der Schwerpunkt im vergangenen Jahr auf der Verbesserung der Datengrundlage für die eingesetzten Rohstoffe und Verpackungsmaterialien. Alles, um am Ende die Effizienzziele der Faktor 3-Strategie zu erreichen. Sämtliche Produktions­, Logistik­ und Einkaufsaktivitäten wurden, über alle Unternehmensbereiche, in einer einheitlichen globalen Supply­Chain­Organisation unter dem Namen ONE!GSC Horizon zusammengeführt. Damit sollen die weltweiten Prozesse standardisiert und harmonisiert werden. Henkel arbeitet momentan mit Lieferanten und Vertragspartner aus rund 130 Ländern zusammen. Das dient nicht nur der Nachhaltigkeitsstrategie, hilft aber die Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen, denn auch mit der Einkaufsinitiative der Chemischen Industrie „Together for Sustainability“, die Henkel mitgegründet hat, werden diese Ziele verfolgt.

Fokusfelder und Ziele bis 2020

fokusfelder

An allen Produktionsstandorten strebt das Unternehmen an, den Energie- und Wasserverbrauch zu senken und das Abfallvolumen zu reduzieren und zwar jeweils um 15 Prozent pro Produktionseinheit. Die Ziele wurden beim Zwischenfazit 2015 erreicht. Es wurde gegenüber 2010 rund 18 Prozent weniger Energie verbraucht, 23 Prozent weniger Wasser und der Abfall konnte um 17 Prozent reduziert werden. Nun hat Henkel die nächsten Zwischenziele auf dem Weg zum langfristigen Ziel Faktor 3, definiert. Die Emissionen, der Wasserverbrauch und das Abfallvolumen sollen bis 2020 um 30 Prozent geringer sein – gegenüber dem Basisjahr 2010. Hinzu kommen Ziele wie beispielsweise die verstärkte Nutzung regenerativer Energiequellen, oder die Reduzierung der CO2-Emissionen beim Transport. Vor allem in wasserarmen Regionen soll der Fokus verstärkt auf die Einsparung von Wasser gelegt werden.

Vollständige Rückverfolgbarkeit des Palmöls

Bei Unternehmen wie Henkel spielt natürlich auch das Thema Palmöl eine Rolle, zudem eines der im Rahmen von Stakeholderdialogen identifiziertes, als relevant betrachtetes Nachhaltigkeitsthema. „Wir haben uns dem Ziel der „Null Netto­Entwaldung bis 2020“ verpflichtet“, heißt es dazu im Nachhaltigkeitsbericht. „Um der Entwaldung entgegenzuwirken, wollen wir physische Fortschritte in der Lieferkette für Palm­ und Palmkernöl vorantreiben“. Zudem arbeite man an der vollständigen Rückverfolgbarkeit des Palmöls und strebe diese bis 2020 an. Im vergangenen Jahr lag diese zwischen 67 und 94 Prozent. Weitere Schritte sind notwendig um diese Ziele zu erreichen. Zum einen durch den Bezug nach dem sogenannten Massenbilanzverfahren – eine Mischung aus nachhaltigem und konventionellen Palmöl. Bis heute seien rund 40 Prozent des genutzten Palmöls nach diesem Verfahren zertifiziert. Bis 2015 sollte es ein Drittel sein, das Ziel wurde also im vergangenen Jahr erreicht. Bis 2020 sollen der Bedarf nun zu 100 Prozent mit zertifiziertem Palmöl aus Massenbilanzierung gedeckt werden. Damit Henkel auch auf die notwendige Menge zertifizierten Palmöls zugreifen kann, sollen Plantagen und Kleinbauern in den Anbauregionen unterstützt und gefördert werden. Im Jahr 2013 hat Henkel gemeinsam mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad und weiteren Partnern ein dreijähriges Programm in Honduras gestartet, um den Lebensunterhalt von 7.500 Kleinbauern und 5.000 Arbeitern zu verbessern. „Diese gezielte Unterstützung für Kleinbauern wollen wir in Zukunft weiter ausbauen und weitere Regionen, beispielsweise Indonesien, stärker in den Fokus nehmen“, heißt es dazu im Bericht.

Der Henkel Nachhaltigkeitsbericht 2015 zum Download.