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Seaworld räumt Unterwanderungsversuche bei Tierschützern ein

Das für seine spektakulären Schwertwal-Vorführungen bekannte Freizeitpark-Unternehmen SeaWorld hat Vorstöße zur Unterwanderung von Tierschutzorganisationen zugegeben. Die Unternehmensführung habe beschlossen, diese Praxis zu beenden, teilte SeaWorld mit.

Miami (afp) > Das für seine spektakulären Schwertwal-Vorführungen bekannte Freizeitpark-Unternehmen SeaWorld hat Vorstöße zur Unterwanderung von Tierschutzorganisationen zugegeben. Die Unternehmensführung habe beschlossen, diese Praxis zu beenden, teilte SeaWorld am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Tierschutzorganisation Peta hatte SeaWorld vorgeworfen, einer ihrer Mitarbeiter habe als Peta-Aktivist versucht, die Bewegung zu gewalttätigen Aktionen zu verleiten.

SeaWorld-Angestellte dürften sich nicht länger „als Tierschutzaktivisten ausgeben“, erklärte SeaWorld. Peta hatte dem Park SeaWorld in San Diego im vergangenen Sommer vorgeworfen, einen Angestellten eingeschleust zu haben. Der Arbeitsvertrag dieses Angestellten ruhte für die Dauer einer internen Prüfung, wurde aber inzwischen wieder in Kraft gesetzt. In der SeaWorld-Erklärung ist nun von mehreren Mitarbeitern die Rede, die bei Peta eingeschleust worden seien. Eine konkrete Zahl wird aber nicht genannt.

Peta wirft SeaWorld vor, die Tiere wie Sklaven zu halten. „Weiterhin werden in den kleinen Wasserbecken tote Tiere gefunden, seit November jeden Monat eins“, erklärte die Organisation. 2013 wurde im US-Fernsehen der Dokumentarfilm „Blackfish“ („Der Killerwal“) über das Leben von Orcas in Gefangenschaft gezeigt. SeaWorld vergrößerte daraufhin seine Wasserbecken. 2014 räumte das Unternehmen ein, dass die Einnahmen aus den Orca-Vorführungen stark zurückgegangen waren.

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