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278 VW-Aktionäre reichen milliardenschwere Sammelklage ein

Wegen des Abgasskandals bei Volkswagen kommen einem Bericht zufolge nun die ersten milliardenschweren Verfahren in Deutschland auf das Unternehmen zu. Beim Braunschweiger Landgericht reichten 278 Aktionäre eine Sammelklage ein.

München (afp) > Wegen des Abgasskandals bei Volkswagen kommen einem Bericht zufolge nun die ersten milliardenschweren Verfahren in Deutschland auf das Unternehmen zu. Beim Braunschweiger Landgericht reichten 278 Aktionäre eine Sammelklage ein, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstagsausgabe) sowie die Sender NDR und WDR berichteten. Wegen der Manipulation von Abgas-Werten bei Diesel-Fahrzeugen verklagen die Investoren den VW-Konzern demnach auf 3,255 Milliarden Euro.

Volkswagen hatte im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Schummelsoftware eingesetzt zu haben, die Emissionstests manipuliert. Der Anwalt Andreas Tilp verlangt dem Bericht zufolge Schadenersatz für alle Mandanten, die ab Mitte 2008 VW-Aktien erworben hatten. Die Anteilseigner fordern demnach einen Ausgleich für die hohen Kursverluste, die sie mit ihren VW-Papieren erlitten haben.