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CSRbriefly für die 11. Kw.

Weitere Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in dieser Woche:

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Anteil des nachhaltig erzeugten Kakaos steigt

Im Jahr 2015 lag der Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren bei 39 Prozent. Dies bedeutet eine Steigerung von rund 30 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) bei seinen Mitgliedsunternehmen hervor. Bei der ersten Erhebung des BDSI im Jahr 2011 lag dieser Anteil bei ca. 3 Prozent. „Die deutsche Süßwarenindustrie engagiert sich intensiv für einen nachhaltigen Kakaoanbau und kommt dabei gut voran“, sagt Stephan Nießner, Vorsitzender des BDSI. „Wenn jeder in der Kakaolieferkette weiterhin seinen Beitrag leistet, sind wir zuversichtlich, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.“ Der BDSI hatte seinen Mitgliedern im Jahr 2012 empfohlen, den Anteil nachhaltig erzeugten Kakaos in den in Deutschland verkauften Süßwaren in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen, um für die Gesamtbranche einen Anteil von 50 Prozent im Jahre 2020 zu erreichen. Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil 70 Prozent betragen.

Erstes Verbraucherportal zur Bewertung der sozialen und ökologischen Verantwortung deutscher Banken

Anlässlich des Weltverbrauchertages stellt ein Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen (NRO) in dieser Woche das erste frei zugängliche Informationsportal zur Überprüfung der sozialen und ökologischen Richtlinien deutscher Banken vor: www.fairfinanceguide.de. Dort stehen detailliert recherchiertes Bewertungsportfolio zu acht deutschen Banken zur Verfügung, die anhand von 240 sozialen und ökologischen Kriterien bewertet wurden. Das Ergebnis: GLS Bank und Triodos liegen an der Spitze, die LBBW und die Pax-Bank nehmen die letzten Plätze ein.

DAK-Gesundheitsreport untersucht erstmals umfassend die Geschlechterunterschiede bei krankheitsbedingten Ausfalltagen

Depressionen, Krebs, Herzinfarkt – bei diesen Krankheiten gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das wirkt sich auch auf den Krankenstand aus: Im Jahr 2015 fehlten Frauen zum Beispiel 14 Prozent häufiger im Job als ihre männlichen Kollegen. Männer gingen seltener zum Arzt. Nach der Studie erreichte der allgemeine Krankenstand den höchsten Wert seit 16 Jahren. Demnach waren in 2015 an jedem Tag 44 von 1.000 weiblichen Beschäftigten krankgeschrieben. Bei den Männern waren es 39. Darüber hinaus zeigt der Report, dass eine Krankschreibung bei Frauen im Durchschnitt zwar kürzer ausgefallen ist, dafür aber häufiger vorkam: Mit insgesamt 134,4 Krankheitsfällen je 100 Versicherte lagen Frauen vor ihren männlichen Kollegen mit 115,8 Krankheitsfällen. „Unser Report zeigt, dass der viel zitierte kleine Unterschied zwischen Frauen und Männern viel größer ist als gedacht“, sagt Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Die Ergebnisse verdeutlichen sehr genau, wo die Einflussfaktoren beim Krankenstand liegen und wie hoch der jeweilige Anteil bei den Geschlechtern wirklich ist.“

Sportabzeichen-Wettbewerb für Betriebe

Betriebliches Gesundheitsmanagement senkt Krankenstände, steigert die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und trägt damit zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei. Was in der Theorie überzeugend klingt, setzt sich auch in der Praxis immer mehr durch. „Firmen erkennen inzwischen den Nutzen und entwickeln Aktivitäten in diesem Bereich“, beobachtet Friedrich Schütte die zunehmende Bereitschaft für Gesundheitsinvestitionen. Der Vorstand der Krankenkasse BKK24 sieht aber auch: „Häufig fehlt es gerade kleinen und mittleren Betrieben an Möglichkeiten, den passenden Einstieg zu schaffen.“ Dabei können erste Schritte ganz einfach sein. Ein Beispiel dafür ist der in diesem Jahr erstmals bundesweit durchgeführte Sportabzeichen-Wettbewerb für Betriebe. Gesucht werden die Betriebe, wo im Verhältnis zur Unternehmensgröße die meisten Sportabzeichen abgelegt werden. Jede Art von Organisation kann mitmachen – Branchenzugehörigkeit, Betriebsgröße oder Unternehmensstandort spielen keine Rolle.

Erster Aufbaukurs für Flüchtlinge bei Bayer ein voller Erfolg

Die Anstrengungen der vergangenen vier Monate haben sich gelohnt: 13 von zuletzt 17 jungen Flüchtlingen, die am ersten Durchgang des Aufbaukurses von Bayer zur Berufsvorbereitung teilgenommen haben, haben ihre Deutschkenntnisse in dem Kurs so weit verbessert, dass sie das Sprachzertifikat „B2“ nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen erworben haben. Fünf von ihnen werden zudem in das Starthilfe-Programm von Bayer aufgenommen. Mit dem Programm bereitet Bayer benachteiligte Jugendliche seit inzwischen fast 30 Jahren intensiv auf eine spätere naturwissenschaftlich-technische Ausbildung vor.

Kinder entdecken Nachhaltigkeit

Das Bundesbildungsministerium unterstützt die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ dabei, ihr Angebot um Bildung für nachhaltige Entwicklung zu erweitern. „Nachhaltige Entwicklung muss Bestandteil von Bildung sein – von Anfang an“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Gute Antworten auf spannende Fragen ergeben sich nicht von selbst. Der respektvolle Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen will gelernt sein.“ Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erreicht derzeit über ihre 232 lokalen Netzwerkpartner mehr als 26.500 Kitas, Horte und Grundschulen in Deutschland. Seit 2006 konnte die Stiftung mit vielen engagierten Partnern vor Ort ihre bundesweite Netzwerkstruktur aufbauen. Zusätzlich zu Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus dem Kindergarten- und Grundschulbereich werden erstmals auch Workshops für Kita-Leitungen entwickelt. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ will die Leiterinnen und Leiter der Kitas dabei unterstützen, ihre Einrichtung als Ganzes nachhaltig zu gestalten – vom inhaltlichen Angebot über das regionale Essen bis hin zum Ressourcenverbrauch. Dabei greift sie auf die Erfahrungen und das breite Unterstützernetz der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung zurück.

Flexible Arbeitsmodelle sind Karrierebremse für Führungskräfte

Teilzeit, Jobsharing und Homeoffice wirken sich zwar auch bei Führungskräften positiv auf Motivation, Produktivität und Kreativität aus. Allerdings gibt ein Drittel der leitenden Angestellten und Vorstands- und Geschäftsführungsmitglieder an, die Nutzung flexibler Arbeitsmodelle wirke sich negativ auf ihre Karrierechancen aus und setzt deshalb weiter auf Vollzeit, Überstunden und Präsenz, so das Fazit der Studie „Arbeiten 4.0 – Führen 4.0“. Dafür wurden rund 800 Führungskräfte der Privatwirtschaft von Wissenschaftlern der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin befragt. So besteht zwar in 82 % der untersuchten Unternehmen für Manager/innen die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, tatsächlich machen jedoch nur 15 % davon Gebrauch. Gleiches gilt für die Elternzeit. Nur bei flexiblen Arbeitszeiten (65 %) und beim Homeoffice (37 %) ist das Verhältnis ausgewogener. Vor allem Nachwuchsführungskräfte wollen keine Karriere mehr um jeden Preis. auch das ergab die Befragung. Zeitliche Souveränität und Spielräume in der Arbeitsgestaltung fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Gleichstellung von Frauen und Männern. So würdigen die befragten Manager/innen die deutliche Verbesserung hinsichtlich der Work-Life-Balance und der Lebensqualität (69 %), der Motivation (63%), der Produktivität (58%) und der Kreativität (57%).

UBA-Emissionsdaten für 2015

Hohe Stromexporte, eine im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung und günstigere Kraftstoffpreise haben 2015 zu einem leichten Anstieg der Treibhausgasemissionen geführt. Das geht aus der Nahzeitprognose des Umweltbundesamtes hervor. Demnach stiegen die Emissionen um sechs Millionen Tonnen auf 908 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, das entspricht 0,7 Prozent. Gegenüber 1990 sind die Emissionen demnach um 27,2 Prozent gesunken. Bei der Stromerzeugung gingen die CO2-Emissionen zurück. Obwohl 2015 mit Grafenrheinfeld das größte Atomkraftwerk abgeschaltet wurde, nahm die Kohleverstromung nicht zu. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung konnte deutlich auf 30 Prozent gesteigert werden. Eine entsprechende Senkung des CO2-Ausstoßes wurde jedoch durch den Anstieg der Stromexporte verhindert, die 2015 mit 50 Terawattstunden auf Rekordniveau lagen.

Leipziger Messe erneut mit Green-Globe-Siegel für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Die Leipziger Messe Unternehmensgruppe wurde im siebten Jahr in Folge mit dem Green-Globe-Siegel ausgezeichnet. Die Bewertungskriterien der Zertifizierung umfassen soziale, ökologische und ökonomische Aspekte des Nachhaltigkeitsprinzips. Zweimal jährlich werden sie durch einen wissenschaftlichen Beirat überarbeitet, aktualisiert und ergänzt und bleiben somit dynamisch. Die Leipziger Messe wurde 2009 als erste deutsche Messegesellschaft mit dem weltweit anerkannten Nachhaltigkeitszertifikat der Veranstaltungs- und Tourismusbranche von Green Globe ausgezeichnet. Die diesjährige Re-Zertifikation war die vierte Vor-Ort-Auditierung.

Rebalancing des German Gender Index

Im Zuge des zweiten regulären Rebalancings rücken mit Wirkung zum 1. April 2016 neun neue Unternehmen in den GermanDender Index der Börse Hannover auf. Der Index bildet die Aktien 50 deutscher Unternehmen ab, die sich durch eine hohe Gender Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat auszeichnen. Unter den Neuzugängen befinden sich mit Bayer und der Commerzbank nun zwei weitere DAX-Werte. Damit steigt der Anteil der im Index enthaltenen DAX-Unternehmen auf fast 40 Prozent. Bezüglich der Branchenzugehörigkeit zeigen sich die Neulinge vielfältig: Neben Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Pharma und Energie reicht die Bandbreite über das Bankgewerbe bis hin zu Touristik und Immobilien. Mit einer besseren Gender Diversität auf oberster Führungsebene kehrt die TUI AG auf Platz 12 in den Index zurück. Gefolgt wird sie auf Platz 13 von der Grand City Properties S.A., Managementgesellschaft für Immobilien, die erstmalig im Index vertreten ist. Unter den bestehenden Aktien des Index hat die GFT Technologies AG den größten Sprung nach oben geschafft. Das Technologie-Unternehmen kletterte mit zwei neuen Frauen im Aufsichtsrat von Platz 25 auf Platz vier und gehört damit zu den Top 5 im Ranking. Ausgeschieden ist dagegen die QSC AG, da sie nicht mehr den definierten Liquiditätsanforderungen entspricht.

Arbeitsschutz auf einen Blick

Alles Wichtige auf einen Blick, das bieten die neuen Branchenregeln der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie fassen alle maßgeblichen Informationen zum Arbeitsschutz in einer Branche zusammen und machen Vorschläge für eine gelingende Prävention. Die erste Schrift dieses neuen Formats widmet sich der „Branche Gewinnung und Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen“ (DGUV Regel 113-601). Zielgruppe der Branchenregeln sind in erster Linie Unternehmer, denn sie sind für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten verantwortlich. Durch den hohen Praxisbezug bietet das neue Format aber auch einen hohen Nutzen für weitere betriebliche Akteurinnen und Akteure – wie Personal- und Betriebsrat, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Sicherheitsbeauftragte.

Zwei neue Klimaschutz-Unternehmen

Das Hotel Gutshof-Ziegelhütte aus Rheinland-Pfalz und der Betonsteinhersteller Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG aus Hessen sind die neuen Mitglieder der bundesweiten und branchenübergreifenden Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen.

Randstad Award 2016

BMW, die Fraunhofer-Gesellschaft und Audi sind Deutschlands attraktivste Arbeitgeber, so die Randstad Award Studie 2016. Derzeit nehmen 25 Länder an der Studie teil. In Deutschland wurden zum Randstad Award 2016 über 7.100 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt. „Der Randstad Award ist ein reiner Publikumspreis – Unternehmen können sich nicht um den Preis bewerben“, betont Andreas Bolder, Director Group Human Resources bei Randstad Deutschland. „Das sichert die Objektivität und die Ergebnisse spiegeln wider, wie die Unternehmen in der Gesellschaft des jeweiligen Landes wahrgenommen werden.“ Fraunhofer-Gesellschaft klettert von Platz 6 auf Platz 2 Am besten gelungen ist der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke der BMW Group. 53 Prozent der Studienteilnehmer würden gerne für die Bayerischen Motoren Werke arbeiten. Audi ist mit 52 Prozent auf Rang 3 der Top-Arbeitgeber. Die Plätze 4 und 5 werden mit Porsche und Daimler/Mercedes Benz ebenfalls von Automobilherstellern belegt. Die VW-Abgaskrise scheint der Attraktivität der Automobilbranche als Sektor also keinen Abbruch getan zu haben. Auch wenn Volkswagen selbst dagegen von Platz 5 im letzten Jahr auf Platz 13 gefallen ist.

„Standortoffensive Deutsche Gänsewirtschaft“ verabschiedet

Einstimmig haben die deutschen Gänsehalter bei ihrer Mitgliederversammlung in Berlin die „Standortoffensive Deutsche Gänsewirtschaft“ beschlossen – eine Selbstverpflichtung für eine nachhaltige und tiergerechte Erzeugung. Kernpunkte der Vereinbarung, die im Lichte der 2015 veröffentlichten Geflügel-Charta zu sehen ist: Die Mitglieder des Bundesverbandes Bäuerliche Gänsehaltung (BBG) distanzieren sich in aller Deutlichkeit von tierschutzwidrigen Praktiken wie dem Stopfen von Gänsen zur Fettleberproduktion und der Federgewinnung vom lebenden Tier. Dieser vollständige Verzicht auf die in anderen Ländern häufig praktizierten Methoden gilt nicht allein für die landwirtschaftlichen Gänsehalter selbst, sondern ausdrücklich auch für die vor- und nachgelagerten Bereiche der Gänsezucht und der Federnindustrie: Die im BBG organisierten Hersteller von Bettwaren und anderen Federprodukten verzichten vollständig auf die Verwendung von Daunen und Federn aus der Federgewinnung vom lebenden Tier, explizit auch bei Importprodukten. Mit Blick auf den in Deutschland nach wie vor niedrigen Selbstversorgungsgrad von nur ca. 20 Prozent fordert der BBG explizit auch die Unterstützung seitens der Politik ein. Eine der zentralen Forderungen des BBG ist die deutliche Kennzeichnung von Gänsefleisch und von Federprodukten, die aus der Stopfleberproduktion und der Federgewinnung vom lebenden Tier stammen.

20 Schokoladen-Osterhasen im Test

20 Schokoladen-Osterhasen aus deutschen Supermärkten wurden von der Christlichen Initiative Romero (CIR) beim Osterhasen-Check 2016 auf ihre ökologische und soziale Qualität getestet. Testsieger wurde der Hase von Schönenberger. Vier Schoko-Hasen konnten entweder aufgrund ihrer sozialen oder ökologischen Verträglichkeit positiv, also mit grün bewertet werden. Über die Hälfte (11) der Schoko-Bunnies wurde, aufgrund der prekären Umwelt- und Produktionsbedingungen im Kakaoanbau, als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft. Die CIR hat anhand der in Deutschland bestehenden unabhängigen Siegel – dem FAIRTRADE-Siegel, dem UTZ-Siegel und dem EU-Bio-Siegel – die soziale und ökologische Qualität der Schokoladen-Osterhasen bewertet. Unternehmenseigene Nachhaltigkeitsinitiativen der Hersteller und Supermärkte wurden in diesem Test nicht berücksichtigt.

Miele erhält Best Practice Label für sein Energiemanagement

Der Hausgerätehersteller Miele hat seit der Jahrtausendwende nicht nur Strom- und Wasserverbräuche seiner Produkte um die Hälfte gesenkt, sondern auch den konzernweiten Energiebedarf des Unternehmens durch zahlreiche Maßnahmen stark reduziert. Für sein erfolgreiches Energiemanagement erhielt Miele kürzlich das „Best Practice Label“ der Deutschen Energieagentur (dena), das Projekte mit Vorbildcharakter auszeichnet.

Umsatz-Ranking im deutschen Lebensmittelhandel

Die 30 größten deutschen Lebensmittel-Einzelhändler können unter dem Strich mit dem Jahr 2015 zufrieden sein: Sie steigerten den Umsatz um 2,5 Prozent auf 243,99 Mrd. Euro. Der Umsatzanteil an der Gesamtbranche, die knapp 250 Mrd. Euro erlöst, liegt bei 97,7 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Lebensmittel Zeitung in ihrem Ranking der größten Lebensmittelhandels-Unternehmen in Deutschland. Fast alle Unternehmen konnten zulegen, lediglich vier Händler mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Prominentester Vertreter davon ist Metro: Der Düsseldorfer Konzern büßt in der Statistik im Vergleich zu 2014 mehr als 3 Mrd. Euro ein und bringt es nur noch auf einen Deutschlandumsatz in Höhe von 26,13 Mrd. Euro. Hintergrund ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof an das kanadische Unternehmen HBC. Wohl sind die Kaufhof-Umsätze im Ranking komplett herausgerechnet, dennoch schlägt für Metro ein Minus von 0,5 Prozent zu Buche. In der Konsequenz muss Metro im Ranking der Top 30 Aldi (jetzt Platz 4) an sich vorbeiziehen lassen und steht nur noch auf Platz 5. Beide Gesellschaften – Nord und Süd – legten gemeinsam zwar nur um 1,5 Prozent zu, liegen jetzt aber mit umgesetzten 27,80 Mrd. Euro deutlich vor der Düsseldorfer Konkurrenz. Vor elf Jahren noch hatte Metro das Ranking der deutschen Einzelhändler angeführt. Spitzenreiter im Ranking ist und bleibt Edeka. Der Branchenprimus weitete 2015 einmal mehr den Abstand zwischen sich und seinen Wettbewerbern aus. Zwar bringen es die Hamburger in relativer Rechnung nur auf plus 2,8 Prozent. In absoluten Zahlen aber steigerten sie sich auf 53,28 Mrd. Euro. Mittlerweile setzt Edeka in Deutschland 13,7 Mrd. Euro mehr um als der Marktzweite Rewe. Rewe wiederum hat den Abstand zu Platz 3, der wie im Vorjahr von der Schwarz-Gruppe belegt wird, etwas vergrößern können. Während die Neckarsulmer um 1,4 Prozent auf 34,54 Mrd. Euro zulegten, steigerte sich Rewe um 3,3 Prozent auf 39,61 Mrd. Euro.