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Unternehmerinnen für Großteil der Kinderbetreuung zuständig

Auch bei selbstständigen Unternehmerinnen ist die Kinderbetreuung weitgehend Frauensache. In einer am Dienstag vorgestellten Umfrage unter Unternehmerinnen gaben 57 Prozent der Teilnehmerinnen mit Kindern an, dass sie den Nachwuchs überwiegend selbst betreuen. Lediglich fünf Prozent sagten, dass diese Aufgaben überwiegend ihr Partner übernehme. Eine gleichmäßige Aufteilung zwischen beiden Partnern gaben 26 Prozent an. Die Umfrage wurde vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) und der Deutschen Bank beauftragt. Von 274 befragten Frauen gaben zwei Drittel (66 Prozent) an, dass sie während ihrer Selbstständigkeit minderjährige Kinder haben oder hatten. Dabei gingen 45 Prozent für mehr als einen Monat in Elternzeit. Lediglich zwei Prozent der Frauen gaben an, dass ihr Partner Elternzeit nimmt oder genommen hat.

Berlin (afp) > Auch bei selbstständigen Unternehmerinnen ist die Kinderbetreuung weitgehend Frauensache. In einer am Dienstag vorgestellten Umfrage unter Unternehmerinnen gaben 57 Prozent der Teilnehmerinnen mit Kindern an, dass sie den Nachwuchs überwiegend selbst betreuen. Lediglich fünf Prozent sagten, dass diese Aufgaben überwiegend ihr Partner übernehme. Eine gleichmäßige Aufteilung zwischen beiden Partnern gaben 26 Prozent an. Die Umfrage wurde vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) und der Deutschen Bank beauftragt. Von 274 befragten Frauen gaben zwei Drittel (66 Prozent) an, dass sie während ihrer Selbstständigkeit minderjährige Kinder haben oder hatten. Dabei gingen 45 Prozent für mehr als einen Monat in Elternzeit. Lediglich zwei Prozent der Frauen gaben an, dass ihr Partner Elternzeit nimmt oder genommen hat.

Familiengründung als Auslöser für die Selbstständigkeit

Von den Unternehmerinnen mit Kindern gaben die allermeisten (91 Prozent) an, dass sie die Kinderbetreuung ganz oder teilweise privat organisieren. Zugleich sehen viele Frauen ihre Mutterschaft nicht als Problem für ihre Berufstätigkeit an. 38 Prozent aller Befragten erklärten, dass sich Unternehmertum und Elternschaft „besonders gut“ vereinbaren lassen. Für 14 Prozent war die Familiengründung sogar der Auslöser für die Selbstständigkeit. 13 Prozent waren hingegen der Meinung, dass sich Beruf und Familie in der Selbstständigkeit schlechter vereinbaren lassen als in einem Angestelltenverhältnis. Für elf Prozent der Frauen war die Selbstständigkeit Hinderungsgrund für die Familiengründung.

Der wichtigste Faktor, damit sich Familien- und Berufsleben gut miteinander vereinbaren lassen, sind nach Auffassung der Frauen flexible Arbeitszeiten. 77 Prozent nannten dies als wichtige Maßnahme. Es folgten Teilzeitmodelle (62 Prozent) und individuelle Regelungen mit Mitarbeitern zur Kinderbetreuung (50 Prozent). Eine sogenannte Familienarbeitszeit von 32 Stunden pro Woche mit Lohnausgleich sehen die Unternehmerinnen aber eher skeptisch. Lediglich 24 Prozent gaben an, dass eine solche Regelung in ihrer Firma gut umsetzbar wäre. 22 Prozent stellen sich dies schwierig vor. Fast die Hälfte (45 Prozent) ist zudem der Meinung, dass in ihrem Unternehmen bereits ausreichende Angebote für flexible Arbeitszeiten bestehen.

Berufswahl von Mädchenverbessern

Die Familienarbeitszeit wird insbesondere von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) verfochten. Die Union ist dagegen. Schwesig will auch für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern sorgen – das dazu geplante Entgeltgleichheitsgesetz soll unter anderem vorschreiben, dass größere Firmen Auskunft über ihre Gehaltspolitik geben. Bei der Frage, welche Maßnahmen zur Bekämpfung der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen sinnvoll sind, wurde eine solche Offenlegungspflicht von lediglich 29 Prozent genannt.

Am häufigsten (67 Prozent) sprachen sich die Unternehmerinnen dafür aus, die Berufswahl von Mädchen zu verbessern und Frauen für Jobs in Branchen mit hohen Löhnen zu gewinnen. 56 Prozent waren für eine bessere Bezahlung in schlecht entlohnten Berufen. Auch eine Förderung für vollzeitnahe Berufstätigkeit von Frauen (55 Prozent) und für eine schnelle Rückkehr nach einer „Familienpause“ (52 Prozent) fand Anklang. Für die Erhebung hatte das Marktforschungsinstitut Earsandeyes im Januar und im Februar 274 Unternehmerinnen im Auftrag des VdU und der Deutschen Bank via Internet befragt. Im VdU sind rund 1600 Unternehmerinnen organisiert.

 

 

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