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Schweiz verwaltet rund ein Drittel der globalen Entwicklungsinvestments

Mit rund 10 Milliarden US-Dollar verwalten Schweizer Finanzdienstleister fast ein Drittel der gesamten globalen Entwicklungsanlagen. Inzwischen gilt der Bereich der Mikrofinanz- und Entwicklungsinvestitionen als wichtiger Wachstumstreiber im Schweizer Finanzmarkt. Laut aktueller Studie „Swiss Investments for a Better World“ lag die Wachstumsrate im vergangenen Jahr bei 18,4 Prozent.

Zürich (csr-news) > Mit rund 10 Milliarden US-Dollar verwalten Schweizer Finanzdienstleister fast ein Drittel der gesamten globalen Entwicklungsanlagen. Inzwischen gilt der Bereich der Mikrofinanz- und Entwicklungsinvestitionen als wichtiger Wachstumstreiber im Schweizer Finanzmarkt. Laut aktueller Studie „Swiss Investments for a Better World“ lag die Wachstumsrate im vergangenen Jahr bei 18,4 Prozent.

Die Studie, erstellt von der Branchenorganisation Swiss Sustainability Finance, der Universität Zürich und dem Investmentunternehmen Symbiotics, beschreibt detailliert die Struktur und Dynamik des Schweizer Markts für Entwicklungsinvestments. Durch die Erhebung bei Asset Managern, Banken und institutionellen Investoren war es möglich, die Asset Allokation (inkl. Struktur der Portfolios), Charakteristiken der Investitionen (Währungen, Portfolioqualität, regionale Allokation und sozialökonomische und umweltbezogene Indikatoren) sowie die Renditeentwicklung zu untersuchen. Innovative Ansätze für die Finanzierung von Bildung, Landwirtschaft und KMU’s verschiedener Branchen in Entwicklungsländern werden anhand von Fallstudien dargestellt. „Entwicklungsinvestments sind ein wichtiges Instrument, um die ehrgeizigen Ziele der UNO zur nachhaltigen Entwicklung zu finanzieren. Gleichzeitig treffen sie auf ein wachsendes Kundenbedürfnis sowohl bei institutionellen wie bei privaten Kunden“, so Sabine Döbeli, CEO von Swiss Sustainable Finance. Und das scheint sich auch noch zu lohnen. Bis zu 7 Prozent Rendite werden durch die unterschiedlichen Anlageprodukte erwirtschaftet.

Knapp zehn Milliarden US-Dollar investiertes Kapital werden durch die Studie abgebildet. Rund 40 Prozent davon stammen von institutionellen Investoren, die somit eine der wichtigsten Rollen bei den sogenannten Entwicklungsinvestments spielen. Weiter Investoren sind öffentliche Institutionen, Kleinanleger und vermögende Privatkunden. Der größte Teil des Geldes, rund 80 Prozent, wird im Finanzsektor investiert und dabei hauptsächlich für Mikrokredite verwendet. Schweizer Entwicklungsgelder werden in 96 verschiedene Länder investiert. Im Fokus stehen dabei Länder wie Kambodscha, Peru und Indien, in die ein großer Teil der Mittel fließt.

Trotz allerlei möglicher Schwierigkeiten mit denen Investoren in diesem Anlageumfeld konfrontiert werden, ziehen die Autoren ein positives Fazit. Vor allem würde benachteiligten Regionen der Zugang zu modernen Finanzlösungen ermöglichte.

Die Studie „Swiss Investments for a Better World” zum Download.