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PUMA will Sozial- und Umweltstandards in Zulieferfabriken finanziell honorieren

Fast 90 Prozent der Zulieferbetriebe des Sportartikelherstellers Puma stammen aus Asien. Nicht ungewöhnlich in einem Unternehmen, in dem vor allem Textilprodukte hergestellt werden. Um ihren Lieferanten einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, ihre ökologischen, arbeitsschutzrechtlichen und sozialen Standards zu verbessern, ist Puma nun eine Kooperation mit der Internationale Finanz-Corporation (IFC), einer Tochter der Weltbankgruppe, eingegangen. Damit soll den Zulieferern in Schwellenländern der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten erleichtert werden. Zunächst wird das Programm in Bangladesch, Kambodscha, China, Indonesien, Pakistan und Vietnam angeboten.

Herzogenaurach (csr-news) > Fast 90 Prozent der Zulieferbetriebe des Sportartikelherstellers Puma stammen aus Asien. Nicht ungewöhnlich in einem Unternehmen, in dem vor allem Textilprodukte hergestellt werden. Um ihren Lieferanten einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, ihre ökologischen, arbeitsschutzrechtlichen und sozialen Standards zu verbessern, ist Puma nun eine Kooperation mit der Internationale Finanz-Corporation (IFC), einer Tochter der Weltbankgruppe, eingegangen. Damit soll den Zulieferern in Schwellenländern der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten erleichtert werden. Zunächst wird das Programm in Bangladesch, Kambodscha, China, Indonesien, Pakistan und Vietnam angeboten.

Bewertung durch regelmäßige Fabrik-Audits

Nach einem Preisstaffelungssystem stellt die IFC im Rahmen des Programms kurzfristig Betriebskapital bereit, um Finanzierungskosten für diejenigen Zulieferer zu senken, die in PUMAs Fabrikbewertungen für Umwelt- und Sozialstandards gut abschneiden. Die Bewertung ergibt sich aus regelmäßigen Fabrik-Auditierungen von PUMA, in denen das Unternehmen die Einhaltung seiner sozialen und ökologischen Standards prüft. „Mit diesem Finanzierungsprogramm vertiefen unsere Zulieferer ihre Geschäftsbeziehung mit uns und profitieren von PUMAs guter Reputation und solider Bonität“, sagte Lars Sørensen, PUMAs Chief Operating Officer. „Damit ist es das erste Programm in unserem Unternehmen, das die positive Bewertung eines Zulieferers im Rahmen von PUMAs Umwelt- und Nachhaltigkeitsprogramm mit einem finanziellen Anreiz verknüpft.“

Zugang zu kostengünstigen Finanzierungsmöglichkeiten

Ball Planet, ein chinesischer Zulieferer von Fußbällen mit Fabriken in China, ist der erste Zulieferer, der sich dem Programm anschließt. „Wir freuen uns darüber, diese Finanzierunghilfe in Anspruch nehmen zu können, insbesondere, weil es eine große Herausforderung darstellt, Zugang zu kostengünstigen Finanzierungsmöglichkeiten zu erhalten“, so Ken Hong, General Manager von Ball Planet Industrial Ltd. „Dieses innovative Programm wird uns nicht nur dabei helfen, unseren Cashflow zu verbessern, sondern bietet auch einen finanziellen Anreiz, unsere ökologischen, arbeitsschutzrechtlichen und sozialen Standards zu optimieren.“ Ball Planet ist seit 2010 Zulieferer von PUMA.

Über 500 Millionen US-Dollar

„Die IFC ist der perfekte Partner, um dieses Programm umzusetzen“, erklärte Frank Wächter, Senior Head of Treasury & Insurance bei PUMA. „Sie haben nachweislich gute Erfahrung in der Konzipierung solcher Programme und deren Umsetzung in asiatischen Ländern, in denen viele andere Banken weniger aktiv sind.“ Die IFC stellt Zulieferern in der Textil- und Schuhindustrie durch ihr Global Trade Supplier Finance-Programm (GTSF) Betriebskapital zur Verfügung, das von Forderungen an internationale Käufer gedeckt wird. Dieses skalierbare Modell ermöglicht Zulieferern in Schwellenländern den Zugriff auf kostengünstige Finanzierungsmöglichkeiten für ihre offenen Außenstände. Das 2010 eingeführte GTSF-Programm der IFC hat – in verschiedenen Währungen – ein Volumen von insgesamt über 500 Millionen US-Dollar und unterstützt Zulieferer aus Schwellenländern und kleine bis mittelständische Exporteure durch kurzfristige Finanzierungen und begleitende Beratung.