Nachrichten

Mehr als 2300 deutsche Unternehmen beantragten Rabatte bei der EEG-Umlage

Für das laufende Jahr haben bislang 2305 deutsche Unternehmen bei den Behörden Rabatte bei ihrer EEG-Umlage beantragt. Die Zahl der Anträge für die sogenannte Besondere Ausgleichsregelung lag bis 22. März um 151 über der Zahl der Firmen, die im vergangenen Jahr in den Genuss von Rabatten bei der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien gekommen waren.

Berlin (afp) > Für das laufende Jahr haben bislang 2305 deutsche Unternehmen bei den Behörden Rabatte bei ihrer EEG-Umlage beantragt. Die Zahl der Anträge für die sogenannte Besondere Ausgleichsregelung lag bis 22. März um 151 über der Zahl der Firmen, die im vergangenen Jahr in den Genuss von Rabatten bei der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien gekommen waren. Das waren genau 2154, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht.

Über die Zahlen hatte zuerst der „Tagesspiegel“ berichtet. Unternehmen, die viel Strom verbrauchen und im Wettbewerb mit ausländischen Konkurrenten stehen, sollen durch die Ausgleichsregelung vor Nachteilen geschützt werden. Betroffene Firmen können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen Antrag stellen, damit ihre EEG-Umlage reduziert oder in einigen Fällen ganz gestrichen wird.

Das für diesen Bereich zuständige Bundeswirtschaftsministerium hatte die Rabattregeln in der Vergangenheit ausgeweitet, was auf Kritik unter anderem der Grünen gestoßen war. Die Grünen-Abgeordnete Julia Verlinden beklagte am Montag Fehlanreize durch die Ausnahmen. Bei mindestens 115 Firmen sei fraglich, ob sie tatsächlich so viel Strom verbrauchen müssten, dass sie die Schwellenwerte der Ausgleichsregelung erreichten, erklärte sie.

Es stelle sich die Frage, ob sie nicht eventuell sogar vorsätzlich Effizienzmaßnahmen unterließen, um weiterhin in deren Genuss zu kommen, teilte die Energieexpertin der Fraktion nach ihrer Auswertung der Antwort der Regierung mit. Das widerspreche dem Klimaschutz. Dennoch beabsichtige der Bund nicht, „diesen Missstand“ zu beseitigen.

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar