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Staaten aus aller Welt unterzeichnen Klima-Abkommen

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in New York haben Staatenvertreter aus aller Welt ihre Unterschrift unter das neue Klimaschutzabkommen gesetzt. „Dies ist ein historischer Moment. Niemals zuvor hat eine solch große Zahl von Ländern ein internationales Abkommen an einem einzigen Tag unterzeichnet“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Insgesamt haben Vertreter aus 175 Ländern das Abkommen im Rahmen der Zeremonie unterzeichnet. Ban forderte, dass auf die Unterzeichnung auch möglichst rasch die Ratifizierung in den einzelnen Ländern folgen müsse. Zusammen mit dem Armutsbekämpfungsprogramm der UNO habe die Klima-Vereinbarung „die Kraft, die Welt zu verändern“, betonte er.

New York (afp) > Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in New York haben Staatenvertreter aus aller Welt ihre Unterschrift unter das neue Klimaschutzabkommen gesetzt. „Dies ist ein historischer Moment. Niemals zuvor hat eine solch große Zahl von Ländern ein internationales Abkommen an einem einzigen Tag unterzeichnet“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Insgesamt haben Vertreter aus 175 Ländern das Abkommen im Rahmen der Zeremonie unterzeichnet. Ban forderte, dass auf die Unterzeichnung auch möglichst rasch die Ratifizierung in den einzelnen Ländern folgen müsse. Zusammen mit dem Armutsbekämpfungsprogramm der UNO habe die Klima-Vereinbarung „die Kraft, die Welt zu verändern“, betonte er.

Erster in der langen Schlange von Unterzeichnern im UN-Hauptquartier war der französische Präsident François Hollande, als Gastgeber der Klimakonferenz von Paris vor vier Monaten, bei der das Abkommen ausgehandelt worden war. Die Unterzeichnungszeremonie dauerte am späten Vormittag (Ortszeit) an. Das Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Ferner soll in der zweiten Jahrhunderthälfte eine „Treibhausgasneutralität“ erreicht werden.

Damit das Abkommen in Kraft treten kann, müssen es mindestens 55 Staaten ratifizieren, die zusammen mindestens 55 Prozent des Treibhausgasausstoßes verursachen. Besonders heikel ist der Ratifizierungsprozess in den USA, wo der von den Republikanern dominierte Kongress das Abkommen ablehnt. Der Klimaschutz könnte daher zu einem zentralen Thema im US-Wahlkampf werden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die das Abkommen für Deutschland unterschreiben sollte, zeigte sich erfreut über die hohe Zahl von Unterschriften: „Das zeigt, dass die Welt verstanden hat, wie wichtig ambitionierter Klimaschutz ist.“

Jetzt komme es darauf an, das Abkommen so rasch wie möglich mit Leben zu füllen, unterstrich die Ministerin. Darum arbeite die Bundesregierung an einem Klimaschutzplan, der den Weg zu einem weitgehend treibhausgasneutralen Deutschland im Jahr 2050 zeigen werde. Diese „Neutralität“ bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase in die Atmosphäre ausgestoßen werden, als durch andere Maßnahmen kompensiert wird. Umweltverbände riefen dazu auf, den Worten nun Taten folgen zu lassen. Das UN-Abkommen sei ein „noch zu erfüllendes Versprechen an kommende Generationen“, erklärte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Berlin. Für Deutschland bedeute dies beispielsweise, ein Kohleausstiegsgesetz auf den Weg zu bringen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen, statt ihn zu deckeln. „Feierliche Unterschriften alleine werden den Klimawandel nicht stoppen“, warnte auch Karsten Smid von Greenpeace. Er forderte einen gesetzlich verankerten Kohleausstieg in Deutschland bis 2035. Sonst „ist die deutsche Unterschrift in New York wertlos“.