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Deutsche Post DHL Group: mit neuem Logistikmodell zur Kreislaufwirtschaft

Die Deutsche Post DHL Group hat gemeinsam mit der Cranfield University und der „Circular Economy 100“-Initiative der Ellen MacArthur Foundation ein neues Logistikmodell entwickelt, das helfen soll, den Weg für die Kreislaufwirtschaft zu ebnen.

Bonn (csr-news) > Die Deutsche Post DHL Group hat gemeinsam mit der Cranfield University und der „Circular Economy 100“-Initiative der Ellen MacArthur Foundation ein neues Logistikmodell entwickelt, das helfen soll, den Weg für die Kreislaufwirtschaft zu ebnen. In einer im April veröffentlichten Studie mit dem Titel „Waste not, want not. Capturing the value of the circular economy through reverse logistics“ stellen die Partner das „Reverse Logistics Maturity“-Modell vor. Damit soll Unternehmen ermöglicht warden, die Rückwärtslogistikprozesse für ihre Produkte effektiv zu erfassen und kontinuierlich zu verbessern.

Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, den Rohstoff- und Energieverbrauch zu senken und durch den Warenkreislauf für nachhaltigere, regenerative Produktions- und Konsummuster zu sorgen. Die Rückwärtslogistik spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie den Rücktransport von Produkten und Komponenten für die Reparatur, das Recycling, die Weiterverteilung oder die Entnahme und Aufbereitung von organischen Materialien mit Nutzwert ermöglicht.

Das „Reverse Logistics Maturity“-Modell wurde auf der Grundlage von Interviews mit Unternehmen, untersuchenden Workshops sowie angewandter wissenschaftlicher Expertise und Logistik-Knowhow entwickelt. „Für die Steuerung des Rücktransports und der Wiederverwertung von Produkten ist ein fundiertes Verständnis der Rückwärtslogistik unverzichtbar“, sagt Professor Simon Pollard, Pro-Vice-Chancellor „Water, Energy & Environment“ an der Cranfield University. In einem ersten Schritt identifiziert das Modell drei zentrale ‚Archetypen‘ – Grundlegende Szenarien und Voraussetzungen für die Einrichtung einer Rückwärtslogistik-Infrastruktur, in Abhängigkeit von verschiedenen Produkteigenschaften und Geschäftsmodellen. Daraufhin erstellt es eine Vorlage für die Planung der Rückwärtslogistik-Aktivitäten anhand ihrer Position in der Wertschöpfungskette der Kreislaufwirtschaft sowie der Entscheidungsdimension innerhalb des jeweiligen Unternehmens. Im Anschluss betrachtet das Modell den ‚Reifegrad‘ – das Entwicklungslevel des Projektmanagements für die Rückwärtslogistik. Nach Durchführung dieser Schritte können Unternehmen Ansätze für die kontinuierliche Lieferkettenoptimierung und Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsprozessen identifizieren. „Das ‚Reverse Logistics Maturity‘-Modell soll es Unternehmen ermöglichen, ihre Rückwärtslogistik-Systeme auszubauen und so maßgeblich dazu beizutragen, die Materialkreisläufe in der Kreislaufwirtschaft zu schließen. Dies ist ein konkretes Ergebnis der gemeinschaftlichen Projekte des CE100-Programms“, sagt Andrew Morlet, Chief Executive der Ellen MacArthur Foundation.