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UNO warnt vor Folgen der Erderwärmung für Arbeitnehmer

Die Vereinten Nationen haben vor den Auswirkungen des Klimawandels auf Arbeitsgesundheit und Produktivität gewarnt. Bis 2030 könnten sich die jährlichen Produktivitätseinbußen auf bis zu zwei Billionen Dollar (1,77 Billionen Euro) summieren, heißt es in einem Bericht, den die UNO am Donnerstag gemeinsam mit internationalen Gewerkschaftsverbänden vorlegte.

Genf (afp) > Die Vereinten Nationen haben vor den Auswirkungen des Klimawandels auf Arbeitsgesundheit und Produktivität gewarnt. Bis 2030 könnten sich die jährlichen Produktivitätseinbußen auf bis zu zwei Billionen Dollar (1,77 Billionen Euro) summieren, heißt es in einem Bericht, den die UNO am Donnerstag gemeinsam mit internationalen Gewerkschaftsverbänden vorlegte.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf die Folgen starker Hitze am Arbeitsplatz. Diese werde dazu führen, dass Arbeiter mit körperlich anspruchsvollen Jobs langsamer arbeiten, längere Pausen einlegen oder in kühleren Regionen nach neuer Beschäftigung suchen müssten. „Wenn sich Arbeiter unter solchen Treibhausbedingungen befinden, ist ihre Arbeitsfähigkeit dramatisch beeinträchtigt“, warnte Philip Jennings vom Gewerkschaftsverband UNI Global Union.

Schon jetzt gingen in Regionen, die von der Erwärmung besonders betroffen sind, mehrere Prozent der Arbeitskapazität verloren, heißt es in dem Bericht. In Indien seien bereits drei Prozent der möglichen Arbeitsstunden bei Tage wegen extremer Hitze verloren. In Westafrika habe sich die jährliche Zahl extrem heißer Tage seit den 60er Jahren fast verdoppelt.

Rund eine Milliarde Arbeiter weltweit verrichteten ihren Job dem Bericht zufolge derzeit in stark betroffenen Gegenden. Experten schätzen Arbeit bei Temperaturen über 35 Grad als gesundheitsschädlich ein. Die Autoren des Berichts fürchten, dass etwa Bauern gezwungen sein werden, ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen, wenn sie in brütender Hitze auf den Feldern schuften müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Besonders von der Erderwärmung betroffen sind demnach Südasien, die südlichen USA, Mittelamerika und die Karibik, das nördliche Südamerika sowie Nord- und Westafrika.

 

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