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Regierung steckt Milliarden in die Förderung der Energieeffizienz

Die Bundesregierung steckt in den kommenden Jahren Milliarden in die Förderung der Energieeffizenz. Für Programme etwa zur Sanierung von Häusern und zum Stromsparen in Unternehmen stehen bis 2020 insgesamt 17 Milliarden Euro zur Verfügung.

Berlin (afp) > Die Bundesregierung steckt in den kommenden Jahren Milliarden in die Förderung der Energieeffizenz. Für Programme etwa zur Sanierung von Häusern und zum Stromsparen in Unternehmen stehen bis 2020 insgesamt 17 Milliarden Euro zur Verfügung, wie Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag in Berlin sagte. Das sei mehr Geld für dieses Thema als je zuvor. Gabriel betonte, beim effizienten Umgang mit Energie seien „alle gefragt“ – die Wirtschaft ebenso wie die Bürger und die Politik. Nötig sei ein „Bewusstseinswandel“. Deshalb werde die Informationskampagne „Deutschland macht’s effizient“ gestartet. „Alle Verbrauchergruppen“ sollten motiviert werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Kampagne kostet laut Gabriel 15 Millionen Euro.

Aus dem Milliarden-Budget werden den Angaben zufolge sowohl schon ältere als auch neue Projekt bezahlt. Neu ist etwa ein Förderprogramm zur Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung. Außerdem werden seit dem 10. Mai besonders effiziente „Querschnittstechnologien“ gefördert. Zudem sollen besonders gute Maßnahmen zur Stromeffizienz in einem Wettbewerbsverfahren ermittelt werden. Schließlich gibt es noch das Programm „Einsparzähler“, bei dem Energieunternehmen ihren Kunden demonstrieren sollen, wie sie Energie sparen können. Laut dem Abteilungsleiter für Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium, Thorsten Herdan, sind vom Gesamtbudget etwa zehn bis zwölf Milliarden Euro für Programme vorgesehen, die direkt von den Bürgern, also zum Beispiel von Hausbesitzern, genutzt werden können.

„Wer in Energieeffizienz investiert, leistet einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähgikeit“, zeigte sich Gabriel überzeugt. Es gehe darum „mehr mit weniger zu machen“, also Wirtschaftswachstum und Wohlstand voranzutreiben und zugleich weniger Energie zu verbrauchen. Zwischen 2008 und 2014 sei der Primärenergieverbrauch in Deutschland bereits um 8,3 Prozent gesunken – das seien „ganz gute Nachrichten“, befand der Wirtschaftsminister. Er räumte zugleich ein, dass die derzeit sehr niedrigen Energiepreise möglicherweise keinen großen Anreiz zum Sparen geben. Allerdings würden die Preise nicht auf Dauer so bleiben. Wenn die Konjunktur in China und Lateinamerika wieder anspringe, werde sich dies auch bei den Energiepreisen bemerkbar machen.

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