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Opel-Chef Neumann persönlich widerspricht Berichten über Abgasmanipulationen

Vier Tage nach der Veröffentlichung neuer Vorwürfe gegen Opel wegen angeblicher Abschaltprogrammierungen bei der Abgasreinigung hat sich Vorstandschef Thomas Neumann persönlich zu Wort gemeldet. Er erklärte am Dienstag, die Anschuldigungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH), des „Spiegel“ und des ARD-Magazins „Monitor“ seien falsch.

Rüsselsheim (afp) > Vier Tage nach der Veröffentlichung neuer Vorwürfe gegen Opel wegen angeblicher Abschaltprogrammierungen bei der Abgasreinigung hat sich Vorstandschef Thomas Neumann persönlich zu Wort gemeldet. Er erklärte am Dienstag, die Anschuldigungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH), des „Spiegel“ und des ARD-Magazins „Monitor“ seien falsch. „Wir bei Opel setzen keine illegale Software ein.“ Die Anschuldigungen seien „irreführende, übermäßige Vereinfachungen und Fehlinterpretationen der komplexen Zusammenhänge eines modernen Diesel-Abgasreinigungssystems“. Diese „äußerst anspruchsvollen und integrierten Systeme“ ließen sich nicht in isolierte Parameter zerlegen, erklärte Neumann. Die Motoren von Opel entsprächen den gesetzlichen Vorschriften.

DUH, „Spiegel“ und das ARD-Magazin „Monitor“ hatten vergangene Woche berichtet, die Dieselmodelle Zafira und Astra nutzten illegale Software, um die Abgasreinigung erst ab einer bestimmten Außentemperatur und bei schneller Beschleunigung abzuschalten.

Seit Bekanntwerden der massenhaften Abgas-Manipulation bei Volkswagen hat die DUH Opel und weiteren Autoherstellern schon wiederholt schwere Manipulationsvorwürfe gemacht. Dem Verkehrsministerium wirft die Organisation Untätigkeit bei der Aufarbeitung vor. Die Bundesregierung will die über die Medien erhobenen Vorwürfe nach eigenen Angaben vom Kraftfahrtbundesamt im Rahmen der ohnehin schon seit Monaten laufenden amtlichen Untersuchungen zum Diesel-Skandal prüfen lassen.