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Wissenschaft und Klimapolitik – Freiburger Wissenschaftlerin ausgezeichnet

Kann wissenschaftliche Beratung zur Umsetzung lokaler klimapolitischer Projekte beitragen? Für ihren Artikel zu diesem Thema im Fachmagazin „Environmental Science and Policy“ erhält Sabine Reinecke, Mitarbeiterin an der Professur für Forst- und Umweltpolitik der Universität Freiburg, den INOGOV Best Paper Prize 2016.

Freiburg (csr-news) > Kann wissenschaftliche Beratung zur Umsetzung lokaler klimapolitischer Projekte beitragen? Für ihren Artikel zu diesem Thema im Fachmagazin „Environmental Science and Policy“ erhält Sabine Reinecke, Mitarbeiterin an der Professur für Forst- und Umweltpolitik der Universität Freiburg, den INOGOV Best Paper Prize 2016. Das von der Europäischen Union geförderte internationale Netzwerk Innovations in Climate Governance (INOGOV) vergibt die Auszeichnung jährlich an junge Wissenschaftler, die herausragende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Klimapolitik publiziert haben.

So genannte „climate services“ wollen Politikern eine wissenschaftliche Klimaberatung anbieten, die sich nicht allein auf Forschungserkenntnisse stützt, sondern die Erfahrung von Betroffenen einbezieht und damit bei der Umsetzung lokaler Klimaprojekte von Nutzen ist. Reinecke hat anhand von vier climate services in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz untersucht, ob es den Beratern gelungen ist, Projekte zur Klimaanpassung auf praxisorientierte Weise zu unterstützen. Ihrem Ergebnis zufolge wird lediglich einer der vier Beratungsdienste seinem Anspruch gerecht, den Fokus auf lokale Bedürfnisse zu legen sowie die Sichtweise von Betroffenen einzuholen. Dagegen dominiere bei den anderen drei climate services die Auffassung, dass Klimapolitik zwingend wissenschaftlicher Beweise bedürfe.

Originalpublikation:

Reinecke, Sabine (2015): Knowledge brokerage designs and practices in four European climate services: a role model for biodiversity policies? Environmental Science & Policy, Volume 54, 513–521.