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Rheinische Post: Länder stoppen Amazon-Wettbewerb für Grundschulen

Der Online-Händler Amazon hat neuen Ärger: Vier Bundesländer sehen in dem Amazon-Schreibwettbewerb „Kindle Storyteller Kids“ verbotene Werbung an Grundschulen. Sie wollen den Schulen die künftige Teilnahme verbieten.

Düsseldorf (csr-news) > Der Online-Händler Amazon hat neuen Ärger: Vier Bundesländer sehen in dem Amazon-Schreibwettbewerb „Kindle Storyteller Kids“ verbotene Werbung an Grundschulen. Sie wollen den Schulen die künftige Teilnahme verbieten. „Das NRW-Schulministerium hält die Teilnahme von Schulen am Amazon-Wettbewerb für unzulässig“, sagte eine Sprecherin des NRW-Schulministeriums der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Hessen hat seinen Schulen eine Teilnahme bereits verboten. Im rheinland-pfälzischen Kultusministerium heißt es: „Sollte Amazon einen entsprechenden Wettbewerb auch im Jahr 2017 starten, werden wir der Schulbehörde unsere erheblichen Bedenken in Hinblick auf die schulrechtliche Zulässigkeit eines solchen Wettbewerbs vorab mitteilen.“ Und das baden-württembergische Ministerium teilte mit: „Aus unserer Sicht liegt es zumindest nahe, dass der Wettbewerb vor allem kommerziellen Zwecken dient.“

Mit „Kindle Storyteller Kids“ will Amazon nach eigenen Angaben das kreative Schreiben von Kindern im Grundschulalter fördern. Auf Kritik stößt allerdings, dass als Preise ausschließlich Amazon-Produkte wie der E-Book-Reader Kindle oder Amazon-Gutscheine winken. Die Preisverleihung findet zudem häufig in den Logistikzentren statt. „Hier wird offensichtlich, dass es dem Unternehmen ausschließlich um das eigene Image in der Öffentlichkeit geht“, sagte ein Sprecher des hessischen Kultusministeriums der Redaktion.