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Transport- und Logistikbranche soll nachhaltiger werden

Mit einem Berufsbildungs-Projekt für Ausbilder und Auszubildende will Professor Andreas Fischer für mehr Nachhaltigkeit in der Transport- und Logistik-Branche sorgen. Der Wirtschaftspädagoge der Leuphana Universität Lüneburg erhält dafür 300.000 Euro vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn.

Lüneburg (csr-news) > Mit einem Berufsbildungs-Projekt für Ausbilder und Auszubildende will Professor Andreas Fischer für mehr Nachhaltigkeit in der Transport- und Logistik-Branche sorgen. Der Wirtschaftspädagoge der Leuphana Universität Lüneburg erhält dafür 300.000 Euro vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn.

Eine zentrale Aufgabe des Projekts ist die Förderung des konstruktiven Umgangs mit Widersprüchen wie etwa dem zwischen Ökonomie und Ökologie. Den Ausgangspunkt für nachhaltiges berufliches Handeln sieht Fischer darin, die Nachhaltigkeitsidee schon in die betriebswirtschaftlich-kaufmännische Ausbildung zu integrieren. Nachhaltiges Wirtschaften könne erst entstehen, so Fischer, wenn sich die Entscheidungsträger der teils widersprüchlichen Handlungsalternativen bewusst sind. So sollen etwa die ökonomisch geprägten Arbeitsroutinen zunehmend auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen.

Fi­scher arbeitet schon seit Jahren daran, nachhaltiges Denken und Handeln in der beruflichen Bildung zu verankern. In seinem Projekt „BBS futur 2.0“ gelang ihm zuletzt, mehr als 100 berufsbildende Schulen miteinander zu vernetzen. Daran knüpft er mit seinem aktuellen Projekt an. Es trägt den Titel „Proaktive Qualifizierung des Berufsbildungspersonals durch dynamisch ausgerichtete Entwicklung, Erprobung und Verbreitung nachhaltiger Lernaufgaben in der dualen Ausbildung (Pro-DEENLA – Spedition und Logistik)“. Partner bei der Umsetzung des Projekts sind das Steinbeis-Innovationszentrum Logistik und Nachhaltigkeit (SLN), Sinsheim, mehrere Unternehmen der Transport- und Logistikwirtschaft aus sechs Bundesländern und die entsprechenden Branchenverbände.