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Mit Abgas das Klima retten

Acht Industrieunternehmen wollen gemeinsam mit Wissenschaftlern eine weltweit einsetzbare Lösung entwickeln, um die Abgase der Hochöfen in Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Dünger umzuwandeln. Carbon2Chem“ heißt das Projekt, mit dem rund 20 Millionen Tonnen des jährlichen CO2-Ausstoßes (Inland) der deutschen Stahlbranche künftig wirtschaftlich nutzbar gemacht werden soll.

Berlin (csr-news) > Acht Industrieunternehmen wollen gemeinsam mit Max-Planck und Fraunhofer-Gesellschaft sowie Universitäten eine weltweit einsetzbare Lösung entwickeln, um die Abgase der Hochöfen in Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Dünger umzuwandeln. Carbon2Chem“ heißt das Projekt, mit dem rund 20 Millionen Tonnen des jährlichen CO2-Ausstoßes (Inland) der deutschen Stahlbranche künftig wirtschaftlich nutzbar gemacht werden soll. Der dafür benötigte Wasserstoff wird mit Überschussstrom aus erneuerbaren Energien produziert. „Mit Carbon2Chem zeigen wir, wie Klimaschutz und eine wettbewerbsfähige Stahlproduktion dank Forschung und Innovation in Deutschland erfolgreich verbunden werden können“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Das Forschungsprojekt „Carbon2Chem“ will in den kommenden zehn Jahren eine nachhaltige Wertschöpfungskette entwickeln, die verschiedene Sektoren miteinander verbindet und deren gemeinsames Anliegen der Klimaschutz ist. Denn, so die Initiatoren, von „Carbon2Chem“ profitiert nicht nur die Stahlindustrie. Auch Chemieunternehmen erschließen sich damit eine neue, saubere Rohstoffquelle: „Innovationssprünge entstehen heute an den Grenzen zwischen den Branchen“, betonte Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der Thyssen Krupp AG. „Carbon2Chem bringt Akteure aus allen Bereichen des Innovationsgeschehens zusammen. Grundlagenforschung, Anwendungsforschung und industrielle Praxis – und das aus unterschiedlichen Sektoren.“

Gleichzeitig soll „Carbon2Chem“ zwei zentrale Fragen der Energiewende beantworten: Wie kann man elektrische Energie speichern und die Stromnetze stabilisieren? Die Partner aus Wissenschaft und Industrie schlagen mit „Carbon2Chem“ eine Brücke von der Grundlagenforschung in den Markt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit mehr als 60 Millionen Euro. Die beteiligten Partner planen Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro bis 2025. Für die kommerzielle Realisierung haben sie mehr als eine Milliarde Euro vorgesehen.

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