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CSR-Berichtspflicht: Zahlreiche Betriebe noch nicht aktiv

Die neuen Transparenzpflichten für Betriebe zu Umwelt- und Sozialthemen verunsichern den Mittelstand, wie eine Untersuchung der IHK-Oberbayern unter ihren Mitgliedern ergeben hat.

München (csr-news) > Die neuen Transparenzpflichten für Betriebe zu Umwelt- und Sozialthemen verunsichern den Mittelstand, wie eine Untersuchung der IHK-Oberbayern unter ihren Mitgliedern ergeben hat. Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern über die nicht-finanziellen Aspekte ihres Handelns berichten. In Oberbayern sind dies nach IHK-Schätzung 200 Unternehmen. „Doch auch Familienbetriebe und kleinere Lieferanten und Dienstleister sind schon jetzt betroffen, weil immer mehr berichtspflichtige Unternehmen diese Auskünfte vorbereitend entlang der gesamten Lieferkette einholen“, sagt Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern.

Dies sei für kleine und mittelständische Unternehmen mit hohem Aufwand und Kosten verbunden, da umfangreiche Angaben, etwa zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Korruptionsbekämpfung notwendig sind, so der IHK-Präsident. In einer IHK-Umfrage gaben 73 Prozent der oberbayerischen Betriebe an, noch keinerlei CSR-Berichte zu erstellen. „Der Aufklärungsbedarf ist groß“, unterstreicht Sasse. Die bayerischen IHKs ermutigen die Mittelständler mit der aktuellen Veranstaltungsreihe „Mit Transparenz Vertrauen schaffen“, frühzeitig aktiv zu werden. So könnten sich CSR-Berichte laut IHK letztendlich als Wettbewerbsvorteil erweisen, weil sie Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern das nachhaltige Wirtschaften von Unternehmen erläutern und damit das Vertrauen in die Geschäftsführung fördern.

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