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Immer mehr CSR-Berichte nach GRI G4 Standard

Für das Geschäftsjahr 2015 haben bereits 19 der 30 DAX-Konzerne über ihre Nachhaltigkeitsthemen nach dem Reportingstandard GRI G4 berichtet. Das hat eine Untersuchung der Beratungsagentur Kirchhoff Consulting ergeben. Gegenstand der Untersuchung waren dabei sowohl separate Nachhaltigkeitsberichte als auch kombinierte Berichte, in denen die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in einem eigenständigen Kapitel behandelt werden, beziehungsweise integrierte Berichte, die diese Indikatoren einbeziehen.

Hamburg (csr-news) > Für das Geschäftsjahr 2015 haben bereits 19 der 30 DAX-Konzerne über ihre Nachhaltigkeitsthemen nach dem Reportingstandard GRI G4 berichtet. Das hat eine Untersuchung der Beratungsagentur Kirchhoff Consulting ergeben. Gegenstand der Untersuchung waren dabei sowohl separate Nachhaltigkeitsberichte als auch kombinierte Berichte, in denen die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in einem eigenständigen Kapitel behandelt werden, beziehungsweise integrierte Berichte, die diese Indikatoren einbeziehen.

Vier Blue-Chips verzichten bislang noch auf Nachhaltigkeitsberichterstattung

Für ihre Untersuchung haben die Autoren alle bis Anfang Juni 2016 veröffentlichten Berichte berücksichtigt. Im Detail haben sechs der 19 Unternehmen die nach G4 berichteten, das umfassende Comprehensive-Modell genutzt – BMW, Daimler, Linde, Siemens sowie BASF und Bayer, die einen integrierten Bericht veröffentlichten. Ebenfalls integriert, dabei aber nach dem Core-Modell, berichteten die Deutsche Börse, Infineon, SAP und Thyssenkrupp. Zu den anderen Unternehmen die ihren Bericht nach G4 Core erstellten, gehört die Allianz, Beiersdorf, die Deutsche Bank, die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, E.on, Henkel, die Münchner Rück und RWE. Insgesamt zwei Unternehmen haben sich für einen anderen Berichtsstandard entschieden. Gegenüber der letztjährigen Untersuchung hat sich die Anzahl integrierter G4-Nachhaltigkeitsberichte von DAX-Unternehmen verdreifacht. Fünf DAX-Unternehmen haben die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts angekündigt, vier der deutschen Blue Chips verzichten noch auf komplett auf eine Nachhaltigkeitsberichterstattung.

 Große Bedeutung des Dialogs mit Stakeholdern

Bei der Umsetzung des Berichtsstandards G4 gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede, insbesondere bei der Festlegung der für die Unternehmen „wesentlichen“ Themen. Hier liegt die Spanne mit 5 bis 55 Aspekten ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr (2014: 6 bis 53 Aspekte). Entsprechend unterschiedlich fällt der Prozess der Materialitätsanalyse aus. Die Studie zeigt jedoch, dass im Vergleich zu den Vorjahren weniger Aspekte berichtet werden beziehungsweise eine Clusterung nach Themenfeldern Einzug hält. Dem Dialog mit ihren Anspruchsgruppen messen die Unternehmen eine anhaltend große Bedeutung bei. 17 der 19 untersuchten Unternehmen, die eine Materialitätsanalyse durchführen, beziehen ihre Stakeholder über Befragungen oder einen Dialog zur Bestimmung ihrer wesentlichen Themen ein. Eine Bewertung der Auswirkungen (Impacts), die ein Unternehmen auf seine Umwelt hat, wie die GRI sie fordert, wird nur von SAP vorgenommen.

 Wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung

„Wir begrüßen es, dass bereits so viele DAX-Unternehmen freiwillig die Vorgaben des Reportingstandards G4 bei ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung umsetzen und einen integrierten beziehungsweise kombinierten Bericht veröffentlichen“, so Klaus Rainer Kirchhoff, Vorstandsvorsitzender der Kirchhoff Consult AG. „Dieser Trend wird sich im kommenden Jahr fortsetzen, weil die Verantwortlichen in den Unternehmen die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung in ihrer Komplexität erkannt haben. Nicht zuletzt auch deshalb, weil potenzielle Investoren schon heute nicht mehr nur die gewohnten Finanzkennzahlen in ihre Anlageentscheidung einbeziehen“.

Die Untersuchung zum Download.

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