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KiK schafft Anreize für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards

Der westfälische Textildiscounter KiK schafft ein Anreizsystem für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards seiner Lieferanten. Demnach sollen Textillieferanten in China, die die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter sowie ihr Umweltmanagement verbessern, günstigere Finanzierungsmöglichkeiten von der International Finance Corporation erhalten.

Bönen (csr-news) > Der westfälische Textildiscounter KiK schafft ein Anreizsystem für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards seiner Lieferanten. Demnach sollen Textillieferanten in China, die die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter sowie ihr Umweltmanagement verbessern, günstigere Finanzierungsmöglichkeiten von der International Finance Corporation (IFC), einer Tochter der Weltbank, erhalten. Das Prinzip dabei: Je besser die Standards umgesetzt werden, umso besser sehen die Finanzierungskonditionen aus. „Die Lieferanten erhalten bei der IFC-Bank attraktive Zinssätze. Dies verbessert ihre Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung, erhöht ihren unternehmerischen Erfolg und fördert die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Gleichzeitig stärken wir die Rechte der Arbeitnehmer, verbessern die ökologischen Standards und tragen dazu bei, die Sicherheits- und Arbeitsbedingungen in unserer Lieferkette zu verbessern“, so Darius Kauthe, Geschäftsführer Finanzen von KiK.

Mit Hilfe regelmäßiger Audits und eines umfangreichen Überprüfungskataloges prüft das Textilunternehmen, in welchem Umfang die sozialen und ökologischen Standards eingehalten werden. Diese Standards sind im Verhaltenskodex von KiK definiert. KiK ist das zweite deutsche Textilunternehmen, das ein derartiges Programm für seine Lieferanten aufsetzt.

Gegenwärtig gilt das Kreditprogramm in China, mittelfristig will KiK es auch auf Bangladesch und andere asiatische Länder ausdehnen. Das Programm sieht vor, dass 95 Prozent aller Lieferanten in China bis Ende 2017 nach internationalen Maßstäben auditiert sind und über die Ergebnisse transparent berichtet wird. „Wir sehen die Zusammenarbeit mit der IFC als Meilenstein, die Produktionsbedingungen in China weiter zu verbessern“, so Ansgar Lohmann, Bereichsleiter Corporate Social Responsibility. „Die IFC hat unser CSR-System gründlich geprüft und positiv bewertet. Dies ist für uns eine wichtige Bestätigung unserer CSR-Bemühungen der letzten Jahre“, so Lohmann.

Patrick J. Leahy, Regionalindustrieleiter Fertigung, Agrarindustrie und Dienstleistungen in Asien der IFC begrüßt die Zusammenarbeit mit KiK: „Wir freuen uns, das Lieferantenkreditprogramm gemeinsam mit KiK weiter auszubauen. Mit Hilfe dieses Programms werden Unternehmen motiviert, nicht nur an der Einhaltung von Standards zu arbeiten, sondern eine Strategie zu entwickeln, mit der die Erfüllung von Umwelt- und Sozialstandards durch einen finanziellen Bonus beschleunigt wird.“