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Green Economy bedeutendes Tätigkeitsfeld für Unternehmensgründer

Der Green Economy Gründungsmonitor analysiert das langfristige Gründungsgeschehen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und weiteren Feldern der Green Economy. Im Jahr 2014 waren 17,3% aller Gründungen in Deutschland diesen Bereichen zuzurechnen. Damit ist der Querschnittssektor Green Economy nach dem Handel mittlerweile das größte Gründungsfeld im Land. Mit einem Anteil von 86 Prozent im Energiesektor und 54 Prozent im Bausektor stellen grüne Gründungen 2014 wichtige Transformationsmotoren in einzelnen Wirtschaftssektoren dar. Spitzenreiter bei der Gründungsintensität grüner Start-ups sind im langjährigen Mittel (2006 bis 2014) Hamburg und Schleswig-Holstein. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland mit einem langfristigen Gründungsanteil von über 10 Prozent in den Bereichen Energiewende und Emissionsvermeidung eine führende Rolle ein.

Berlin (csr-news) > Der Green Economy Gründungsmonitor analysiert das langfristige Gründungsgeschehen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und weiteren Feldern der Green Economy. Im Jahr 2014 waren 17,3% aller Gründungen in Deutschland diesen Bereichen zuzurechnen. Damit ist der Querschnittssektor Green Economy nach dem Handel mittlerweile das größte Gründungsfeld im Land. Mit einem Anteil von 86 Prozent im Energiesektor und 54 Prozent im Bausektor stellen grüne Gründungen 2014 wichtige Transformationsmotoren in einzelnen Wirtschaftssektoren dar. Spitzenreiter bei der Gründungsintensität grüner Start-ups sind im langjährigen Mittel (2006 bis 2014) Hamburg und Schleswig-Holstein. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland mit einem langfristigen Gründungsanteil von über 10 Prozent in den Bereichen Energiewende und Emissionsvermeidung eine führende Rolle ein.

Im Jahr 2014 leisten insgesamt 17,3 Prozent aller Gründungen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung in Deutschland mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zu einer Umwelt und Klima schonenden Wirtschaft. Der Green Economy Gründungsanteil, der im langjährigen Durchschnitt bei 14,7 Prozent liegt, erreicht damit den zweithöchsten Wert seit 2006.

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Quelle:Green Economy Gründungsmonitor

In Deutschland wurden im Jahr 2014 21.500 neue Betriebe im Bereich der Green Economy gegründet. Mit einer Zunahme um 4.800 Gründungen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die grünen Gründungen ein deutliches Wachstum. „Bei einer allgemein rückläufigen Gründungsaktivität in Deutschland weisen grüne Gründungen gegen den Trend eine stabile Gründungsdynamik auf“, erläutert Prof. Dr. Klaus Fichter, Gründer und Direktor des Borderstep Instituts. Er leitet die Arbeitsgruppe, die den Green Economy Gründungsmonitor erstellt.

Grüne Gründungen noch immer im Schatten des Themas Digitalisierung

Der Querschnittsbereich Green Economy ist nach dem Handel mittlerweile das größte Gründungsfeld in Deutschland. „In der politischen und öffentlichen Aufmerksamkeit stehen grüne Start-ups bisher noch stark im Schatten des Themas Digitalisierung. Die wirtschafts- und umweltpolitischen Potenziale grüner Gründungen werden unterschätzt“, konstatiert Klaus Fichter. Mittlerweile trage fast jede fünfte Gründung mit ihren Produkten oder Dienstleistungen explizit zum Umweltschutz bei. „Die Sichtbarkeit des Gründungsfeldes Green Economy muss ihrer Bedeutung entsprechend deutlich verbessert werden.“

Das vom Bundesumweltministerium und der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Vorhaben StartUp4Climate hat sich deshalb zur Aufgabe gesetzt, diese Öffentlichkeit für grüne Gründungen in Deutschland zu schaffen. Im Rahmen der Gründerinitiative für die Green Economy wurde das Portal www.start-green.net entwickelt. Es bietet der grünen Gründerszene zum ersten Mal eine Plattform, um sich untereinander zu vernetzen und Öffentlichkeit für das Thema grünes Gründen zu schaffen. Diesen Zweck verfolgt auch der StartGreen Award. Der Community-Preis zeichnet vorbildliche grüne Start-ups und Gründungsförderer aus und hebt die Leistungen der grünen Gründerszene ins Rampenlicht. Die Bewerbungsfrist der zweiten Auflage läuft noch bis 14. August 2016.

Deutschland europaweit im Spitzenfeld bei Umweltinnovationen

Der Green Economy Gründungsmonitor 2015 legt neben der Betrachtung der aktuellen Entwicklung grüner Gründungen in Deutschland erstmals einen Fokus auf den europäischen Vergleich. In Europa zählen Schweden und Finnland noch vor Deutschland zu den führenden Ländern bei Umweltinnovationen. Schwerpunkte der Green Economy Gründungen liegen in Deutschland im Bereich Erneuerbare Energien, in Finnland im Bereich Energieeffizienz und in Schweden im Bereich Emissionsvermeidung. Betrachtet man die Gründungen in den Jahren von 2006 bis 2013, so weist Schweden für diesen Zeitraum mit 16,6% einen höheren Anteil an grünen Gründungen auf als Deutschland (14,3%) und bestätigt seine starke Position. Gleichzeitig weist Finnland, das im Rahmen des europäischen Eco-Innovation Observatory zusammen mit Schweden auf Platz 1 in Europa liegt, deutlich weniger grüne Gründungen auf als Deutschland. „Mit dem in 2014 auf 17,3 Prozent gestiegenen Green Economy Gründungsanteil hat Deutschland im europäischen Vergleich inzwischen auf Schweden aufgeschlossen“, analysiert Klaus Fichter.

Auf Basis einer Unternehmensdatenbank von Creditreform, die Datensätze zu über 1,3 Mio. wirtschaftsaktiven Unternehmen in Deutschland enthält, untersucht der Green Economy Gründungsmonitor Betriebsneugründungen mit „größerer wirtschaftlicher Bedeutung“. Die Erhebungsmethode baut auf der „EGSS-Klassifikation“ des europäischen Statistikamtes EUROSTAT auf und definiert „Grüne Gründungen“ als Unternehmensgründungen, die mit ihren Produkten, Technologien und Dienstleistungen einen Beitrag zu den ökologischen Zielen der Green Economy leisten.

Der StartGreen Award fördert die Entwicklung grüner Unternehmen und zeichnet innovative Start-ups und vorbildliche Gründungsförderer im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit aus. Noch bis zum 14. August 2016, 24 Uhr, läuft die Bewerbungsphase. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.