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Deutsche Post stellt 1.000sten StreetScooter in Dienst

Bis zu 300-mal stoppen und kurze Zeit später wieder anfahren. Das müssen die Zustellfahrzeuge der Deutschen Post leisten und zwar an rund 300 Tagen im Jahr. Anforderungen wie sie auch von Elektrofahrzeugen bewältigt werden müssen. Deshalb ist die Deutsche Post 2011 selber in die Entwicklung und Produktion eines elektrischen Postautos eingestiegen. Heute hat das 1.000 Fahrzeug seinen Dienst aufgenommen.

Aachen (csr-news) > Bis zu 300-mal stoppen und kurze Zeit später wieder anfahren. Das müssen die Zustellfahrzeuge der Deutschen Post leisten und zwar an rund 300 Tagen im Jahr. Anforderungen wie sie auch von Elektrofahrzeugen bewältigt werden müssen. Deshalb ist die Deutsche Post 2011 selber in die Entwicklung und Produktion eines elektrischen Postautos eingestiegen. Heute hat das 1.000 Fahrzeug seinen Dienst aufgenommen.

Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit standen bei der Entwicklung der sogenannten StreetScooter im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen wurde ein Fahrzeug speziell für die Brief- und Paketzustellung entwickelt. Ein erster Prototyp wurde 2012 getestet, bevor 2014 150 Vorserienfahrzeuge bundesweit in Betrieb genommen wurden. Inzwischen werden die StreetScooter von der gleichnamigen GmbH, die zur Deutschen Post DHL Group gehört, produziert. Heute wurde das 1.000 Fahrzeug von Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post – eCommerce – Parcel von Deutsche Post DHL Group, und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Aachen in Betrieb genommen. 1.000 StreetScooter werden vom Bundesumweltministerium mit rund 9,5 Millionen Euro gefördert, eine zusätzliche Starthilfe für die Serienfertigung. „Die Deutsche Post setzt hier ein deutliches Zeichen. Wir brauchen mehr Klimaschutz im Verkehrsbereich“, so Barbara Hendricks. „Die Paketzustellung ist ein Pioniersegment der Elektromobilität. Denn gerade beim Lieferverkehr mit seinen vielen Anfahr- und Bremsvorgängen kommt die hohe Effizienz des Elektromotors besonders zur Geltung.“

Rund 3 Tonnen CO2 kann jeder StreetScooter pro Jahr einsparen

Ab 2017 will die Deutsche Post DHL jährlich 10.000 StreetScooter produzieren und mittelfristig die gesamte Zustellflotte in Deutschland durch die Elektrofahrzeuge ersetzen. „Klimaschutz ist ein ganz entscheidendes Thema – nicht nur für die ferne Zukunft, sondern für das Hier und Jetzt. Unsere Brief- und Paketzustellung wird mit dem StreetScooter klimafreundlicher und leiser, ohne dabei auf Effizienz zu verzichten. Das kommt allen zugute. Mit unseren StreetScootern realisieren wir das bislang größte E-Mobilitätsprojekt in Deutschland“, so Jürgen Gerdes. Die Fahrzeuge können eine Geschwindigkeit bis zu 80 km/h erreichen und haben eine Reichweite von 80 Kilometern. Rund 3 Tonnen CO2 kann jeder StreetScooter pro Jahr einsparen.

Erst vor wenigen Wochen hat die Deutsche Post 24 neue StreetScooter für die Paketzustellung in Bochum in Betrieb genommen. Zunächst werden sie dort im innerstädtischen Bereich eingesetzt, bis Ende des Jahres soll die Flotte aber auf 65 Fahrzeuge ausgebaut werden um den Einsatz auf weitere Stadtteile auszudehnen. Im Jahr 2017 sollen schließlich im gesamten Bochumer Stadtgebiet DHL Pakete CO2-frei zugestellt werden. Die StreetScooter werden in den Bochumer Zustellbasen der Deutschen Post über Nacht aufgeladen und am Morgen mit Paketen beladen, dann beginnt die Zustellung. Am späten Nachmittag kehren die E-Fahrzeuge wieder in die Zustellbasen zurück und werden dort für den nächsten Tag – mit Ökostrom – aufgeladen. In der ersten Phase des Projekts installiert die Deutsche Post DHL insgesamt 37 Ladepunkte in Bochum.

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