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Reste vom Teller in die Box statt in die Tonne

Der Handelskonzern Metro will dafür sorgen, dass weniger Essen vom Teller in die Mülltonne wandern. Seit Dienstag verkaufen die Großmärkte des Konzerns dafür nachhaltig produzierte „Beste-Reste-Boxen“.

Berlin (afp) > Der Handelskonzern Metro will dafür sorgen, dass weniger Essen vom Teller in die Mülltonne wandern. Seit Dienstag verkaufen die Großmärkte des Konzerns dafür nachhaltig produzierte „Beste-Reste-Boxen“. Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) begrüßte das Engagement des Konzerns für den Vertrieb der Behälter, mit denen Gäste ihr übriggebliebenes Essen mit nach Hause nehmen können.

Rund 23,6 Kilo Lebensmittel werden laut Landwirtschaftsministerium pro Gast und Jahr in den deutschen Restaurants, Großküchen und beim Catering weggeworfen. „Wir müssen dafür sorgen, dass ein Großteil dieses Essens nicht in die Tonne, sondern in die Mägen der Menschen kommt“, sagte Schmidt. Das Landwirtschaftsministerium entwickelte die „Beste-Reste-Box“ gemeinsam mit dem Infoportal Greentable. Seit März 2015 wurden den Angaben zufolge bereits 35.000 Boxen an mehr als 200 Restaurants verteilt.

Die Box aus Pappe ist gefrier- und mikrowellengeeignet und biologisch abbaubar. Der Metro-Konzern will in diesem Jahr 100.000 Stück an seine Gastronomie-Kunden verkaufen. Eine Packung mit 50 Boxen kostet knapp 20 Euro. Metro ist einer der bedeutendsten Großhändler für die Gastronomie.

„Es wird Zeit, dass der Doggy-Bag aus seiner Schmuddel-Ecke rauskommt“, forderte Fernsehkoch Christian Rach beim Verkaufsstart in Berlin. Wenn die Gäste ihre Portionen nicht schafften, sollten sie auch selbst nach einer Möglichkeit zum Mitnehmen fragen. Einer Umfrage des Metro-Konzerns zufolge bieten knapp zwei Drittel der Gastronomen ihren Gästen bereits aktiv das Einpacken der Speisen an.