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BDI und Klimaschützer fordern weltweites Preissystem für Kohlendioxidausstoß

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert gemeinsam mit Klimaschützern ein weltweites Preissystem für den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid.

Hamburg (afp) > Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert gemeinsam mit Klimaschützern ein weltweites Preissystem für den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid. Die Politik müsse durch weltweit abgestimmte Preise „eindeutige Signale für globalen Klimaschutz setzen“, heißt es in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“ von BDI-Geschäftsführungsmitglied Holger Lösch, dem Chef der Umweltorganisation Germanwatch, Christoph Bals, und dem Klimaforscher Ottmar Edenhofer.

Die drei Verfasser nahmen Bezug auf den Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Sonntag und Montag in China. Als ersten Schritt in Richtung mehr Klimaschutz müssten die G20-Staaten „Subventionen fossiler Brennstoffe abbauen“, erklärten sie. „Im zweiten Schritt müssten sie Preisinstrumente einführen – etwa den Handel mit Emissionsrechten, Steuern oder Abgaben auf CO2.“ Langfristiges Ziel müsse schließlich ein weltweit einheitlicher CO2-Preis sein.

Solche Preise seien gleich doppelt sinnvoll, argumentierten Lösch, Bals und Edenhofer: Sie lenkten Investitionen in klimafreundliche Technologien und erzeugten Einnahmen, mit denen sich der Bedarf bei der Infrastruktur finanzieren lasse. Die G20 seien die beste Organisation, um ein weltweites Preissystem durchzusetzen.