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Auch die Zivilluftfahrt soll in den Klimaschutz einbezogen werden

Auch die Zivilluftfahrt soll in den internationalen Klimaschutz einbezogen werden. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) legte am Freitag im kanadischen Montréal den Entwurf für eine Richtlinie vor, mit der die Emissionen von Treibhausgasen ab 2021 gedrosselt werden sollen.

Montreal (afp) > Auch die Zivilluftfahrt soll in den internationalen Klimaschutz einbezogen werden. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) legte am Freitag im kanadischen Montréal den Entwurf für eine Richtlinie vor, mit der die Emissionen von Treibhausgasen ab 2021 gedrosselt werden sollen. Bislang sind die Luftfahrt und die Schifffahrt vom Pariser Klimaschutzabkommen ausgenommen.

Die ICAO strebt an, im Bereich der Zivilluftfahrt etappenweise Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes einzuführen. Zunächst sollen in den Jahren 2019 und 2020 Referenzwerte ermittelt werden. Von 2021 bis 2026 soll dann auf der Basis von Freiwilligkeit eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen erreicht werden. Im Zeitraum 2027 bis 2035 würden die Maßnahmen dann verpflichtend – bis auf Ausnahmen für die am wenigsten entwickelten Länder, Inselstaaten und Entwicklungsländer ohne Küsten.

Die 191 Mitgliedstaaten der UN-Organisation sollen die Anwendungsrichtlinie bei ihrer Vollversammlung beschließen, die vom 27. September bis zum 7. Oktober in Montréal tagt. Neu produzierte Flugzeuge sollen den Normen ab 2020 genügen, die Herstellung von herkömmlichen Modellen soll ab 2028 gestoppt werden.