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Volkswagen startet Pilotkampagne zur Förderung der Integritätskultur

Im Zuge des Manipulationsskandals bei Volkswagen geriet schnell auch die Unternehmenskultur in den Mittelpunkt. Sie stand beim Autobauer nie ganz oben auf der Agenda, schrieb das Manager Magazin vor einiger Zeit. Doch genau das soll sich zukünftig ändern. Dazu hat der Konzern nun seine Pilotkampagne zur Förderung der Integritätskultur ausgerollt. Beginnend mit der Marke Volkswagen soll die Initiative schrittweise von den anderen Konzernmarken aufgegriffen werden.

Wolfsburg (csr-news) > Im Zuge des Manipulationsskandals bei Volkswagen geriet schnell auch die Unternehmenskultur in den Mittelpunkt. Sie stand beim Autobauer nie ganz oben auf der Agenda, schrieb das Manager Magazin vor einiger Zeit. Doch genau das soll sich zukünftig ändern. Dazu hat der Konzern nun seine Pilotkampagne zur Förderung der Integritätskultur ausgerollt. Beginnend mit der Marke Volkswagen soll die Initiative schrittweise von den anderen Konzernmarken aufgegriffen werden.

„Integrität wird im Volkswagen Konzern gefordert, gefördert und gewürdigt“, sagte Christine Hohmann-Dennhardt, Konzernvorstand für Integrität und Recht, zum Start der Kampagne. „Unsere Pilotkampagne schärft das Verständnis und das Bewusstsein für Integrität und wertebasiertes Handeln.“ Hohmann-Dennhardt ist erst seit diesem Jahr im neu geschaffenen Vorstandsressort bei Volkswagen. Ihre Berufung war eine der Konsequenzen aus dem Skandal. Unter ihrer Federführung wurde die Kampagne entwickelt, die integres und wertebasiertes Handeln als Teil der Unternehmenskultur verankern soll. „Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter verstehen, was integres Verhalten für den Erfolg eines Unternehmens bedeut. Es geht in der Kampagne aber auch darum, ein neues, geschärftes Verständnis und Bewusstsein für Integrität und Compliance zu schaffen und dieses nachhaltig in der Unternehmenskultur zu verankern“, so Christine Hohmann-Dennhardt. „Alle sind aufgefordert die Initiative mitzutragen, besonders die Führungskräfte. Nur wenn das Management Integrität und werteorientierte Unternehmensführung vorleben und ihre Teams ermutigen, werden wir erfolgreich sein.“

Start der Integritätskampagne: Volkswagen Konzern schärft Verständnis für integres und wertebasiertes Handeln

Christine Hohmann-Dennhardt, Konzernvorstand für Integrität und Recht: „Gerade nach den schmerzhaften Erfahrungen der letzten zwölf Monate ist es wichtig, dass wir das Integritätsmanagement weiter stärken und ausbauen.“

Die Kampagne ist mehrstufig angelegt und soll schrittweise alle Unternehmensbereiche an das Thema heranführen. Im Rahmen einer Betriebsversammlung wurde die Pilotkampagne vorgestellt und die Beschäftigten eingeladen, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Als erstes war es einmal wichtig, den Begriff Integrität sichtbar zu machen und die Beschäftigten für das Thema Integrität zu sensibilisieren und neugierig zu machen. Dazu haben wir im gesamten Werk Wolfsburg Plakate mit verschiedenen Slogans aufgehängt und die Monitore in den Produktionshallen und Bussen genutzt“, sagt Claudia Sutter, Leiterin Projekt Integritätsmanagement. Im nächsten Schritt steht die Information über das Themenfeld Integrität und die Diskussion im Fokus. Neben der Bespielung interner Medien wird auch der direkte Dialog in Chats gesucht. Auch ein sogenanntes Sounding Board Programm wird ins Leben gerufen, bei dem Botschafter die Auseinandersetzung mit dem Thema Integrität in der Belegschaft verstärken sollen. Als Ansprechpartner in ihren Fachbereichen sollen sie den Kontakt zwischen dem Vorstandsteam Integritätsmanagement und der Belegschaft herstellen, maßgeblich an dem Veränderungsprozess mitwirken sowie auch positive Beispiele für integres Verhalten sichtbar machen.

Integrität als Bestandteil der Konzernstrategie

Die danach folgende Phase wird maßgeblich von den Erkenntnissen aus dem Feedback der Belegschaft geprägt. Sie soll aufzeigen, wo Integrität gefordert wird oder gefährdet ist. „Durch die geplanten Schritte der Kampagne sollen alle wissen, was Integrität und werteorientiertes Handeln für jeden einzelnen bedeuten und dass es die Grundlagen jedes geschäftlichen Erfolgs sind“, sagt Claudia Sutter: „Das funktioniert nur, wenn sich so viele Mitarbeiter wie möglich an der Diskussion und Erarbeitung gemeinsamer Leitmotive für das Handeln im Unternehmen beteiligen. Am Ende des Tages soll Integrität zu einer Selbstverständlichkeit werden, in einem Umfeld, das von Sicherheit, Offenheit, Vertrauen, Respekt und Fairness geprägt ist.“ Integrität und der Kodex der Zusammenarbeit sind auch integrale Bestandteile der neuen Volkswagen-Konzernstrategie „Together – Strategie 2025“, die im Frühsommer vorgestellt wurde. „Integres Handeln ist eine wichtige Säule in der neuen Konzernstrategie“, so Christine Hohmann-Dennhardt: „Gerade nach den schmerzhaften Erfahrungen der letzten zwölf Monate ist es wichtig, dass wir das Integritätsmanagement weiter stärken und ausbauen.“ Vor diesem Hintergrund soll die Kampagne zur Förderung der Integritätskultur von den weiteren Marken des Volkswagen Konzerns übernommen werden. Dabei soll es bei jeder Marke eigene, maßgeschneiderte Kampagnen geben, um den Beschäftigten die Bedeutung von Integrität bewusst zu machen.