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Nach Brandkatastrophe in Bangladesch Konten des Fabrikeigentümers eingefroren

Nach einer Brandkatastrophe in einer Verpackungsfabrik in Bangladesch rückt der Besitzer ins Visier der Justiz. Ein Gericht wies Banken am Montag an, Konten des Fabrikeigentümers einzufrieren. Zuvor hatten Rechtshilfeorganisationen in Schriftsätzen den Vorwurf erhoben, dass in dem Gebäude grundlegende Sicherheitsmaßnahmen nicht umgesetzt wurden.

Dhaka (afp) > Nach einer Brandkatastrophe in einer Verpackungsfabrik in Bangladesch rückt der Besitzer ins Visier der Justiz. Ein Gericht wies Banken am Montag an, Konten des Fabrikeigentümers einzufrieren. Zuvor hatten Rechtshilfeorganisationen in Schriftsätzen den Vorwurf erhoben, dass in dem Gebäude grundlegende Sicherheitsmaßnahmen nicht umgesetzt wurden. Die Organisationen wollen Schadenersatz für betroffene Arbeiter und Hinterbliebene durchsetzen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks vor gut zwei Wochen hatten rund hundert Menschen in dem Fabrikgebäude in der Industriestadt Tongi nördlich der Hauptstadt Dhaka gearbeitet. Der Brand wurde offenbar durch die Explosion eines Boilers ausgelöst und breitete sich schnell aus. Nach neuesten Angaben der Polizei starben 39 Menschen.

Es handelte sich um das schwerste Unglück in Bangladesch seit April 2013, als der Textilfabrikkomplex Rana Plaza in einem Vorort von Dhaka eingestürzt war. Dabei starben mehr als 1100 Menschen. In den Fabriken des bitterarmen Landes gibt es immer wieder schwere Unfälle.