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Städte- und Gemeindebund will Spenden der Wirtschaft für überfüllte Tierheime

Wegen zahlreicher voller Tierheime fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) für die Einrichtungen finanzielle Unterstützung etwa von Tierfutterherstellern oder dem Tierfachhandel.

Dortmund (afp) > Wegen zahlreicher voller Tierheime fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) für die Einrichtungen finanzielle Unterstützung etwa von Tierfutterherstellern oder dem Tierfachhandel. „Viele Tierheime in den Städten und Gemeinden sind überfüllt“, sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den „Ruhr Nachrichten“ aus Dortmund vom Montag. In vielen Fällen sei die Finanzierung der Einrichtungen „nicht ausreichend gesichert“.

In Berlin kamen am Montag auf Einladung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) Vertreter von kommunalen Spitzenverbänden, zuständigen Landesministerien, Tierschutzverbänden und Bundestagsfraktionen zu einem Runden Tisch zu dem Thema zusammen.

Schmidt sprach sich anschließend gegen „Spontankäufe“ von Haustieren aus und bekräftigte die Bedeutung des Kampfs gegen den illegalen Handel mit Hundewelpen. Dieser stelle die Tierheime „vor große Belastungen“, erklärte er. Grundsätzlich müsse auch die finanzielle Ausstattung der Heime verbessert werden. Da seien Länder, Städte und Kommunen „am Zug“.

Landsberg zufolge sind die Kommunen finanziell nicht in der Lage, flächendeckend Tierheime mitzufinanzieren. Es handle sich generell auch nicht um eine kommunale Pflichtaufgabe, sagte er den „Ruhr Nachrichten“. Es sei „überlegenswert“, mit den Herstellern von Tiernahrung oder dem Tierfachhandel zu sprechen, „dass ab einem bestimmten Verkaufserlös freiwillig ein Betrag zu Gunsten des örtlichen Tierheims gespendet werden kann“.

Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände rief alle Bundesbürger am Montag zu einem „verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren“ auf. So lasse sich vermeiden, dass die Heime unnötigerweise immer stärker belastet würden, erklärte der Dachverband in Berlin.