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Umweltbundesamt fordert selteneren Austausch von Computern

Computer sollten in der Verwaltung mindestens sechs Jahre genutzt werden. Dies empfiehlt das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Ökoinstitut. Damit würde die Umwelt entlastet und die Kosten gesenkt, so die beiden Organisationen in einem Positionspapier. Zudem würden wertvolle Ressourcen sparsamer genutzt.

Berlin (csr-news) > Computer sollten in der Verwaltung mindestens sechs Jahre genutzt werden. Dies empfiehlt das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Ökoinstitut. Damit würde die Umwelt entlastet und die Kosten gesenkt, so die beiden Organisationen in einem Positionspapier (Paradigmenwechsel in der Green-IT notwendig!). Zudem würden wertvolle Ressourcen sparsamer genutzt. Hintergrund ist eine gemeinsame Studie mit belastbaren Daten zur IT-Nutzung. „Eine moderne, nachhaltige IT-Strategie für die öffentliche Verwaltung sollte deutlich längere Zeiten vorsehen, denn der größte Teil des Energieverbrauchs und der Umweltbelastung entsteht während der Herstellung der Computer“, so das UBA. Beispielsweise sie die bisher übliche dreijährige Nutzung von Notebooks zu kurz. „Würden in der Bundesverwaltung Notebooks sechs statt der derzeit empfohlenen drei Jahre genutzt, ließen sich 71.000 Tonnen CO2 und fast 100 Millionen Euro in zehn Jahren einsparen (unter der Annahme, dass ein Drittel der Arbeitsplätze mit Notebooks ausgestattet ist), rechnet die Behörde vor. Die beschafften Geräte sollten deshalb den „Blauer Engel“-Kriterien entsprechen, weil das Qualität und Haltbarkeit garantiert, so das UBA. Bei der Neubeschaffung sollten auch wiederaufbereitete gebrauchte Geräte einbezogen werden. Geräte, die für aufwendige Arbeiten nicht mehr geeignet sind, sollten im eigenen Hause für andere Zwecke weiterverwendet werden. Falls keine Verwendung im eigenen Hause mehr möglich ist, sollten Behörden die nicht mehr benötigten Geräte an Aufbereiter gebrauchter IT-Geräte zur Weitervermarktung abgeben.