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Arbeitsrechtsverletzungen bei H&M’s «Besten» Zuliefererfabriken in Kambodscha

Sie sollen Best Practice-Betriebe sein, Zulieferer die H&M mit zu seinen „Besten“ zählt. Jetzt kommt Kritik von NGOs, unter anderem der Clean Clothes Campaign, die vier dieser Betriebe genauer unter die Lupe genommen haben.

Berlin (csr-news) > Sie sollen Best Practice-Betriebe sein, Zulieferer die H&M mit zu seinen „Besten“ zählt. Jetzt kommt Kritik von NGOs, unter anderem der Clean Clothes Campaign, die vier dieser Betriebe genauer unter die Lupe genommen haben. Ergebnis des Berichts „When ‘best’ is far from good enough – Wenn gut nicht gut genug ist“: Die Arbeitsbedingungen in kambodschanischen Textilfabriken sind weit entfernt von „Best Practice“. So würden die eigenen Nachhaltigkeitsrichtlinien, in Bezug auf Vereinigungsfreiheit und Kurzzeitarbeitsverträge nicht eingehalten. Und auch die Gehälter werden kritisiert. Diese lägen teilweise sogar unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 140 US-Dollar. Carin Leffler von Future in Our Hands, der Clean Clothes Campaign Norwegen sagt: „H&M hat versprochen Fabrikbesitzer dabei zu unterstützen, Strukturen zu entwickeln, die die Zahlung von einem Lohn zum Leben ermöglichen. Rechtzeitige Auftragsplanung und stabile Bestellvolumen gehören dazu. Die Situation bei M&V und den Platinum Zulieferern zeigt, dass H&Ms dieses Versprechen nicht einhält.“ Zusätzlicher Druck kommt nun von der Regierung Kambodschas, die den Mindestlohn auf 153 US-Dollar angehoben hat, gültig ab dem kommenden Jahr.